Das Seminar „Intersektionalität in Schule und Unterricht" befasst sich mit der Analyse und Entwicklung von Schule unter Berücksichtigung intersektionaler Perspektiven. Intersektionalität betrachtet die Überschneidung und Verwobenheit verschiedener Machtverhältnisse wie Rassismus, Sexismus, Heteronormativität, Ableismus, Klassismus usw. (Crenshaw, 1989; Marten & Walgenbach, 2023).Das Seminar vermittelt theoretische Grundlagen zu Schule und Unterricht mit besonderem Fokus auf strukturelle Ungleichheiten in Bildungskontexten (Riegel, 2022). Die Studierenden setzen sich auch mit Ergebnissen der empirischen Bildungsforschung auseinander und reflektieren deren schulpraktische Bedeutung hinsichtlich Diskriminierungs- und Privilegierungsmechanismen. Das Seminar fragt nach praxisnahen Ansätzen zur Gestaltung von Schule, die auf den Abbau struktureller Benachteiligungen abzielen.
Crenshaw, K. (1989). Demarginalizing the Intersection of Race and Sex: A Black Feminist Critique of Antidiscrimination Doctrine. University of Chicago Legal Forum(8), 139–167. http://chicagounbound.uchicago.edu/uclf/vol1989/iss1/8 (Feminist Theory and Antiracist Politics).
Marten, E. & Walgenbach, K. (2023). Intersektionale Diskriminierung. In A. Scherr, A. C. Reinhardt & A. e. Mafaalani (Hrsg.), Handbuch Diskriminierung (2., erweiterte und aktualisierte Auflage, S. 131–145). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-42800-6_11
Riegel, C. (2022). Differenzverhältnisse in pädagogischen Räumen. In Y. Akbaba, T. Buchner, A. Heinemann, D. Pokitsch & N. Thoma (Hrsg.), Lehren und Lernen in Differenzverhältnissen: Interdisziplinäre und intersektionale Betrachtungen (S. 3–22). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-37328-3_1
3 LP
© Copyright HISHochschul-Informations-System eG