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Foto: Matthias Friel

Die anglo-afghanischen Kriege im 19. und 20. Jahrhundert - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 220313
SWS 2 Semester WiSe 2015/16
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 01.10.2015 - 10.11.2015

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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Einzeltermine anzeigen
Seminar Do 08:00 bis 10:00 wöchentlich 15.10.2015 bis 04.02.2016  1.11.2.27 Dr. phil. Brendel  
Kommentar Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

Afghanistan, über den Khyber-Pass mit dem indischen Subkontinent verbunden, stand im 19. Jahrhundert im Fokus des »Great Game«, der britisch-russischen Rivalität um die Vorherrschaft in Zentralasien. Der Begriff »Great Game« gelangte durch den englischen Schriftsteller und Dichter Rudyard Kipling (1865–1936) – in Deutschland vor allem für sein »Dschungelbuch« bekannt – ins öffentliche Bewusstsein. In seinem 1901 veröffentlichten Roman »Kim« lässt Kipling seinen Titelhelden sagen: »When everyone is dead the Great Game is finished. Not before.«
Im Mittelpunkt des Seminars steht eine Auswahl verschiedener Quellen zu den drei britisch-afghanischen Kriegen des 19. und 20. Jahrhunderts: Im Krieg von 1839–1842 verteidigten die Afghanen erfolgreich ihre Unabhängigkeit gegen die britische Ostindienkompanie. Im Krieg von 1878–1880 verlor Afghanistan seine außenpolitische Souveränität an Britisch-Indien, was 1893 die Festlegung der Durand-Linie zur Folge hatte, die noch heute die umstrittene afghanisch-pakistanische Grenze bildet. Erst nach dem Dritten Britisch-Afghanischen Krieg von 1919 erkannte das Vereinigte Königreich die Souveränität Afghanistans an.
Ziel der Lehrveranstaltung ist die quellennahe Vermittlung eines kritischen Verständnisses der Geschichte der drei britisch-afghanischen Kriege. Im Mittelpunkt stehen dabei die jeweilige politische und strategische Lage, insbesondere der britisch-russische Antagonismus, darüber hinaus wird die Mystifizierung, Romantisierung und Heroisierung der Konflikte thematisiert. Ein anderer inhaltlicher Schwerpunkt ist die Bildung des modernen afghanischen Staats.
Literatur Ahmed, Akbar S. (1979): Colonial Encounter on the North-West Frontier Province : Myth and Mystification. In: Economic and Political Weekly 14 (51/52), S. 2092–2097.
Burton, Antoinette (2014): The First Anglo-Afghan Wars : A Reader. Durham: Duke University Press.
Schetter, Conrad (2010): Kleine Geschichte Afghanistans. 3., aktualisierte Auflage. München: Beck (Becksche Reihe, 1574).
Leistungsnachweis 1 schriftliche Hausarbeit im Umfang von 15 Seiten im Rahmen des Proseminars, 4 LP

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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2015/16 , Aktuelles Semester: SoSe 2020