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Foto: Matthias Friel

Der Koreakrieg. Ereignis, Interpretationen, Erinnerungen - Einzelansicht

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Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester SoSe 2020
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 20.04.2020 - 10.05.2020   
Gruppe 1:
     Zur Zeit keine Belegung möglich
    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Seminar Di 16:00 bis 18:00 wöchentlich 21.04.2020 bis 21.07.2020  1.09.2.03 Prof. Dr. Stöver  
Kommentar Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

Der Koreakrieg zwischen 1950 und 1953 mit Millionen Toten gilt noch heute vielen als ein „vergessener Krieg“, wenngleich seit seinem Beginn am 25. Juni 1950 Tausende Bücher und Hunderte Filme über ihn erschienen sind und Denkmäler zur Erinnerung an ihn errichtet wurden. Der Ursprung des Begriffs macht dann auch klar, dass er eigentlich als ein politischer Kampfbegriff der ehemaligen amerikanischen Kriegsteilnehmer entstand, um nach der Eröffnung des Vietnam Veterans Memorial 1982 einen offiziellen Gedenkort für „ihren Krieg“ zu erhalten. Eingeweiht wurde das „Korean War Veterans Memorial“ am 27. Juli 1995 – 42. Jahre nach dem Waffenstillstand von P’anmunjŏm. Aus koreanischer Sicht war es immer schon angemessener, von einem unbeendeten Krieg zu sprechen, da das Kriegsende 1953 nur der Auftakt zu einer kontinuierliche Serie von kleineren Gefechten, Sabotageakten und Bedrohungen war, die bis heute anhält.
Im historischen Kontext betrachtet war der Koreakrieg der erste „kleine“ heiße Krieg des Kalten Krieges. Solche „limited wars“ waren bewusst begrenzt gehaltene konventionelle Kriege unterhalb der Atomschwelle. „Klein“ waren sie nur im Verhältnis zur schlechtesten Alternative, dem globalen Atomkrieg. Allein der Koreakrieg kostete nach Schätzungen rund 4,5 Millionen Menschen das Leben, davon fast ein Drittel Zivilisten. Das Oberseminar wird sich mit dem Ereignis, vor allem aber mit den Interpretationen, der Vergangenheitspolitik und den Erinnungskulturen auseinandersetzen.
Literatur Cumings, Bruce, The Origins of the Korean War, Vol. 2: The Roaring of the Cataract, 1947-1950, Princeton 1990 Friedrich, Jörg, Yalu. An den Ufern des dritten Weltkriegs, Berlin 2007 Kim, Dong-choon, Der Korea-Krieg und die Gesellschaft, Münster 2007 Kleßmann, Christoph/Stöver, Bernd, Der Koreakrieg, Köln 2008 Steininger, Rolf, Der vergessene Krieg. Korea 1950-1953, München 2006 Stöver, Bernd, Der Kalte Krieg. Geschichte eines radikalen Zeitalters 1947-1991, München 2017 Bernd Stöver, Der Koreakrieg. Schlachtfeld der Supermächte und ungelöster Konflikt, München 3. A., 2015 West, Philip/Su, Ji-moon (Eds.), Remembering the "Forgotten War". The Korean War Through Literature and Art, London 2001
Leistungsnachweis Regelmäßige Teilnahme, Kurzreferat, englische Sprachkenntnisse, bei benotetem Schein: Hausarbeit.

Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 6 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2020 gefunden:
Vorlesungsverzeichnis
Philosophische Fakultät
Historisches Institut und Klassische Philologie
Geschichte
Master Lehramt Geschichte (Prüfungsversion ab WiSe 2013/14)
Sekundarstufe II
Pflichtmodule
GES_MA_004 - Vertiefungsmodul Professional Kultur und Geschichte in der Region  - - - 1
Sekundarstufe I
Wahlpflichtmodule
GES_MA_004 - Vertiefungsmodul Professional Kultur und Geschichte in der Region  - - - 2
Master Lehramt Geschichte (Prüfungsversion ab WiSe 2011/12)
PST-RE - Kultur und Geschichte in der Region  - - - 3
Master Zeitgeschichte (Prüfungsversion ab WiSe 2010/11)
OW - Der Ost-West-Konflikt  - - - 4
WP3 - Vertiefungsmodul Ost-West-Konflikt  - - - 5
Master Zeitgeschichte (Prüfungsversion ab WiSe 2016/17)
Wahlpflichtmodule
GES_MA_028 - Globalgeschichte seit dem 19. Jahrhundert  - - - 6