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Foto: Matthias Friel

Modul: Vertiefungsmodul 4: Fachdidaktik II und Berufsfeldbezug Biologie II


Das hier aufgeführte Modul basiert auf in den Amtlichen Bekanntmachungen der Universität Potsdam veröffentlichten Studien- und Prüfungsordnungen.
Verbindliche Regelungswirkung haben nur die veröffentlichten Ordnungen.


BIO-LV2.04: Vertiefungsmodul 4: Fachdidaktik II und Berufsfeldbezug Biologie II Anzahl der Leistungspunkte (LP):
9 LP
Modulart (Pflicht- oder Wahlpflichtmodul): Abhängig vom Studiengang (siehe unten)
Inhalte und Qualifikationsziele des Moduls:

Die Studierenden haben vertiefende theoretische und praktische Kenntnisse in der Fachdidaktik, um Unterricht zu planen, analysieren und evaluieren.

Die Studierenden können experimentelle Methoden des Erkenntnisgewinns zu biologische Themen für den Unterricht didaktisch umsetzen und kritisch reflektieren.

Die Studierenden haben vertiefende berufsfeldbezogene Fachkenntnisse erworben durch Lehrveranstaltungen, wählbar aus einer Liste.

 

 

Inhalte

1. Planung, Analyse und Evaluation von Unterricht:

-   Theoretische und methodische Grundlagen der Planung, Gestaltung, Analyse und Evaluation von Biologieunterricht,

-   Lernziele, Kompetenzorientierung und Bildungsstandards,

-   Basiskonzepte und kumulatives Lernen,

-   Methoden, Medieneinsatz und Digitalisierung im Biologieunterricht,

-   Biologische Denk- & Arbeitsweisen und Erkenntnisgewinnung als theoretische Basis von biologischen Arbeitsweisen, Versuchen und Experimente im Biologieunterricht,

-   Fachliches Kommunizieren, Fachsprache und Argumentieren im Biologieunterricht,

-   Deskriptives fachliches Beurteilen und normatives Bewerten mit lebensweltlichen und gesellschaftlichen Bezügen,

-   Individualisierung und Differenzierung, Heterogenität und Inklusion im Biologieunterricht,

-   Naturwissenschaftliche Fachsprache und fachbezogene Sprachbildung im Biologieunterricht,

-   Diagnose, Feedback, Leistungserfassung und Leistungsbewertung im Biologieunterricht sowie Evaluation von Biologieunterricht,

-   Biologiedidaktisches Urteilen und Forschen als Grundlage einer Weiterentwicklung der Schulpraxis.

 

2. Biologische Schulversuche II:

-   Theoretische Grundlagen und praktische Durchführung von Versuchen und Experimenten für den Biologieunterricht,

-   Versuche und Experimente zu Themen in den Fachgebieten Genetik undund Human-/Tierphysiologie, 

-   Sicherheitsregeln,

-   Fachdidaktische Einordnung und Lehrplanbezüge von Versuchen und Experimente für die Umsetzung im Biologieunterricht.

 

3. Berufsfeldbezogene Lehrveranstaltungen:

-   Vertiefung individueller berufsfeldbezogener fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Interessenschwerpunkte mit Schulbezug.

 

Qualifikationsziele

1. Fachkompetenzen: Die Studierenden…

-   wenden biologisches Fachwissen, lerntheoretische Grundlagen und didaktisch-methodische Kriterien, insbesondere Lernendenvoraussetzungen, Sachanalyse, Relevanzanalyse, didaktische Reduktion und Rekonstruktion bei der Planung von Biologieunterricht an,

-   verstehen den bildungssystematischen Hintergrund und die lerntheoretischen Grundlagen von Schüler-, Phänomen- und Kompetenzorientierung im Biologieunterricht,

-   kennen didaktisch-methodische Kriterien eines auf heterogene Lernenden-voraussetzungen und auch inklusive Lerngruppen ausgerichteten Biologieunterrichts,

-   verfügen über variable Möglichkeiten zur Diagnose bzw. zuverlässigen Einschätzung heterogener Lernendenvoraussetzungen wie z. B. Vorwissen, fachsprachliche Voraussetzungen, Motivation und Interesse sowie Leistungsfähigkeit und -bereitschaft und können diese in die Unterrichtsplanung einbeziehen,

-   kennen die in der Literatur beschriebenen fachlichen Schülervorstellungen zu verschiedenen Themenbereichen des Biologieunterrichts als eine der wichtigsten fachlichen Lernendenvoraussetzungen,

-   verstehen die Beziehungen zwischen Schülervorstellungen und fachlichen Konzepten und können diese fachwissenschaftlich und lerntheoretisch präzise erläutern,

-   machen Schülervorstellungen zum Ausgangspunkt ihrer Unterrichtsplanung und sehen dabei Gelegenheiten für die Lernenden vor, ihre Vorstellungen zu äußern und mit den im Unterricht erarbeiteten fachlichen Konzepten zu vergleichen und hinsichtlich ihrer jeweiligen Erklärungsmächtigkeit zu reflektieren,

-   kennen Unterrichtsprinzipien des Biologieunterrichts und können sie als Grundlage von Methodenentscheidungen und didaktischer Schwerpunktsetzung einsetzen,

-   kennen Merkmale lernförderlicher Aufgaben sowie naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen für einen kompetenzorientierten Biologieunterricht,

-   begründen und beurteilen Unterrichtsplanungen mit theoretischen Grundlagen von Fachsprache und Sprachförderung im Biologieunterricht und stützen sich dabei auf systematische Kenntnisse von verschiedenen naturwissenschaftlichen, fachsprachliche Repräsentationsformaten unterschiedlichen Abstraktionsgrades (Original, realistische und logische Bilder, Texte, Tabellen, Symbole, Mathematisierung) zur Rezeption und Präsentation von Wissen,

-   können fachwissenschaftliche Texte in Fachzeitschriften, Lehrbüchern sowie Schulbüchern und Unterrichtmaterialien selbständig inhaltlich erschließen und theorie- und kriteriengeleitet nach dem Anforderungsgrad einordnen,

-   diskutieren und beurteilen Unterrichtplanungen mithilfe theoretisch fundierter Kriterien fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Qualität von naturwissenschaftlichen fachsprachliche Repräsentationsformaten und können diese auch unter dem Gesichtspunkt der didaktischen Reduktion auf die theoriegeleitete Planung und Bewertung eines Fach-, Sprach- und Medienkompetenzen fördernden Biologieunterrichts heranziehen,

-   beziehen biologiespezifische digitale Werkzeuge in eine binnendifferenzierende und auf Kompetenzförderung ausgerichtete Unterrichtsplanung ein,

-   ziehen wesentliche theoretische Grundlagen und Bildungsziele des Biologieunterrichts bei den Themen der Bildung für Nachhaltigkeit sowie der Gesundheits- und Sexualerziehung in der Planung und Reflexion von Unterricht heran,

-   verfügen über ein flexibel einsetzbares, situationsangemessenes und adressatengerechtes sowie theoretisch begründetes Repertoire von Kriterien zur Gestaltung von Unterrichtmaterialien und praktischen Arbeitsweisen für den Biologieunterricht,

-   besitzen grundlegende Kenntnisse über die Eigenschaften wichtiger Laborchemikalien und können deren Gefährlichkeit einschätzen,

-   haben ein kritisch reflektiertes Verständnis von Bildungszielen, Kompetenzangaben und Inhalten der Rahmenlehrpläne für die Sekundarstufen I und II im Fach Biologie und sind mit dem Inhalt verbreiteter Biologieschulbücher vertraut,

-   reflektieren Unterrichtsplanungen auch mit Blick auf vertikale, auf Schulstufenübergänge von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe bezogene, sowie auf horizontale, auf fächerübergreifende Bezüge orientierte Gesichtspunkte im Dienste eines auf kumulatives Lernen und Kompetenzentwicklung ausgerichteten Biologieunterrichts,

-   führen Versuche und Experimente für den Biologieunterricht zielorientiert, strukturiert, sorgfältig und unter Beachtung der Sicherheitsregeln durch und begründen und reflektieren Methode, Vorgehen, Ergebnisse und Interpretation auf theoretischer Basis,

-   beurteilen Versuche und Experimente zu Themen in den Fachgebieten Genetik und Human-/Tierphysiologie unter fachdidaktischer Perspektive hinsichtlich ihrer Passung zum Rahmenlehrplan, ihrer Durchführbarkeit und Wirksamkeit im Schulunterricht,

-   vertiefen in berufsfeldbezogenen Lehrveranstaltungen nach Wahl individuelle biologische und biologiedidaktische Interessenschwerpunkte mit Schulbezug.

 

2. Methodenkompetenzen: Die Studierenden…

-   entwickeln, begründen, kritisieren, diskutieren und reflektieren gemeinsam mit anderen Studierenden eigene bzw. vorgelegte Unterrichtsentwürfe auf fachwissenschaftlicher, lerntheoretischer, didaktischer und methodischer Basis und entwickeln sie diskursiv, in Alternativen denkend und in Kooperation mit anderen Studierenden weiter,

-   ziehen für die Kritik, Beurteilung und Weiterentwicklung von Unterrichtsentwürfen insbesondere heterogene Lernendenvoraussetzungen wie Vorwissen, Schülervorstellungen, Motivation und Interesse, sowie Leistungsfähigkeit und -bereitschaft, Methoden- und Medienaspekte heran,

-   berücksichtigen bei der Planung und Bewertung von Unterricht auch inklusive Lerngruppen,

-   wenden ein flexibel nutzbares Repertoire an Unterrichtsformen an,

-   orientieren sich bei der Unterrichtplanung an der Diagnose und Förderung fachlicher Kompetenzen in den Bereichen eines vernetzten, anwendbaren und anschlussfähigen Fachwissens (Umgang mit Fachwissen), der biologischen Denk- und Arbeitsweisen (Erkenntnisgewinnung), der Fachsprache und des fachlichen Argumentierens (Kommunikation und Sprachförderung im Fachunterricht) sowie des deskriptiven fachlichen Beurteilens und normativen, lebenswelt- und gesellschaftsbezogenen Bewertens,

-   legen bei der Planung und Reflexion von Unterricht besonderen Wert auf die Förderung der Medienkompetenz einschließlich des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien,

-   entwickeln theoriegeleitet lernförderliche Aufgaben und Unterrichtmaterialien,

-   entwickeln in ihren Unterrichtsentwürfen strukturierte Verlaufspläne mit Angaben zur Zeitplanung, zur Phasierung, zum Lehrerhandeln, zum Schülerhandeln mit fachlich konkretisiertem Erwartungshorizont sowie zum Methoden- und Medieneinsatz in konziser und übersichtlicher Form und können diese bedarfsgerecht und flexibel an geänderte Zielvorgaben anpassen,

-   präsentieren eigene Unterrichtsentwürfe in prägnanter und verständlicher Form und diskutieren und reflektieren theorie- und kriteriengeleitet die Unterrichtsentwürfe von Kommilitoninnen und Kommilitonen,

-   beherrschen grundlegenden experimentelle Methoden und den Aufbau von Experimentiervorrichtungen und sind in der Lage, diese für Lehrerdemonstrationen und Schülerversuche zu modifizieren,

-   erproben Experimentieranleitungen aus der Literatur, bewerten sie theorie- und kriteriengeleitet und arbeiten sie situationsangemessen und zielgruppengerecht in praktische Experimentieranleitungen für Schüler um,

-   recherchieren geeignete Unterrichtsmedien und -materialien, kritisieren sie theoriegeleitet und entwickeln sie situationsangemessen und zielgruppengerecht weiter und nutzen sie für eigene Unterrichtsvorbereitungen,

-   vertiefen in berufsfeldbezogenen Lehrveranstaltungen nach Wahl methodische Fähigkeiten biologiespezifischer Recherchen, Methoden und Arbeitsweisen in individuellen biologischen und biologiedidaktischen Interessenschwerpunkten mit Schulbezug.

 

3. Soziale / Personale Kompetenzen: Die Studierenden…

-   verfolgen im Sinne des lebenslangen Lernens aktuelle Entwicklungen in der Biologie, der Biologiedidaktik, Pädagogik und Lehr-Lernforschung sowie der Lehrpläne und des Bildungssystems mithilfe von Fachpublikationen, berufsfeldspezifischen Veröffentlichungen und Vorgaben sowie Berichten in den Medien,

-   planen auf der Basis komplexer fachwissenschaftlicher, lerntheoretischer und normativer Bezugssysteme eine konkrete und strukturierte, fachlich ausgerichtete Bildungsmaßnahme in Form von Biologieunterricht,

-   nutzen im Rahmen der Vorgaben definierte Entscheidungsfreiräume bei der Gestaltung von Unterrichtsplanungen und vertreten diese auf fachlicher und wissenschaftlicher Basis bei der Präsentation,

-   sind sich der besonderen Lernchancen für Schülerinnen und Schüler wie auch der Verantwortung als zukünftige Lehrkräfte in einem praktische-experimentell ausgerichteten sowie auf Heterogenität und auch inklusive Lernbedingungen orientierten Biologieunterricht bewusst und sind bereit, dies in der Unterrichtspraxis umzusetzen,

-   stellen für die Lernenden nachvollziehbare und anwendbare Bezüge zwischen deskriptiven fachlichen Wissensbereichen und angewandten Methoden einerseits und normativen gesellschaftlichen Anwendungsaspekten andererseits her,

-   nutzen ihre in den fachwissenschaftlichen Studien erworbene Kompetenzen, um diese auf die theoriegeleitete Planung eines sach- und adressatengerechten, Fach-, Sprach- und Medienkompetenzen fördernden Biologieunterrichts anzuwenden,

-   vertiefen ihre eigene kritische und reflektierende Medienkompetenz, indem sie anhand von naturwissenschaftlichen Texten die deskriptiv-fachlichen und die potentiell normativ-gesellschaftsbezogenen Aussageintentionen der Autorinnen- und Autoren erschließen und kritisch beurteilen,

-   berücksichtigen konsequent und verantwortungsvoll Kriterien zur Beurteilung der Qualität von Quellen und Informationsangeboten in gedruckter und elektronischer Form, vor allem auch im Internet,

-   können für den Biologieunterricht geeignete Experimente vorbereiten, Sicherheitsrisiken einschätzen und eventuelle Schutzmaßnahmen ergreifen,

-   kooperieren und kollaborieren selbstorganisiert in Kleingruppen bei der Vorbereitung und dem Vortrag von Seminarpräsentationen,

-   organisieren ihr Studium selbstreguliert, vorausschauend und eigenverantwortlich sowie mit Blick auf ihre spätere Tätigkeit als Lehrkraft.

Modul(teil)prüfung (Anzahl, Form, Umfang, Arbeitsaufwand in LP): Lehrveranstaltungsbegleitende Modul(teil)prüfungen finden Sie nachfolgend
Selbstlernzeit (in Zeitstunden (h)): 150

Veranstaltungen
(Lehrformen)
Kontaktzeit
(in SWS)
Prüfungsnebenleistungen
(Anzahl, Form, Umfang)
Lehrveranstaltungsbegleitende Modul(teil)prüfungen
(Anzahl, Form, Umfang)
Für den Abschluss des Moduls Für die Zulassung zur Modulprüfung
Berufsfeldbezogene Lehrveranstaltung(en) (Seminar oder Übung) 3 aus S und/oder Ü - - -
Planung, Analyse und Evaluation von Unterricht (Seminar) 3

Übungsaufgaben (max. 10)

- Seminarpräsentation (45-60 Minuten) eines Unterrichtsentwurfs mit theoriegeleiteter Unterrichtsplanung (50%)
Biologische Schulversuche II (Übung) 2

Versuchsprotokolle (max. 8 Seiten) zu 5 von 6 Kurstagen

- Mündliche Prüfung zu „Biologische Schulversuche II“, zur theoriegeleiteten Reflexion von selbst durchgeführten Versuchen und Experimenten für den Biologieunterricht, 30 Minuten (50%)

Häufigkeit des Angebots:

WiSe und SoSe: „Planung, Analyse und Evaluation von Unterricht“ und „Berufsfeldbezogene Lehrveranstaltung“

WiSe: „Biologische Schulversuche II“

Voraussetzung für die Teilnahme am Modul: keine
Anbietende Lehreinheit(en): Biologie/Biochemie
Zuordnung zu Studiengängen Modulart
Master of Education Biologie - Sekundarst. I und II WiSe 2022/23 Pflichtmodul [Sekundarstufe I]
Pflichtmodul [Sekundarstufe II]