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Foto: Matthias Friel

Ländliche Bildung im frühneuzeitlichen Brandenburg - Einzelansicht

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Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester SoSe 2024
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Belegungsfrist 02.04.2024 - 10.05.2024   
Gruppe 1:
     Zur Zeit keine Belegung möglich
    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson Ausfall-/Ausweichtermine Max. Teilnehmer/-innen
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Hauptseminar Di 12:00 bis 14:00 wöchentlich 09.04.2024 bis 16.07.2024  1.09.2.16 apl. Prof. Dr. Kaak 25.06.2024: 
Einzeltermine:
  • 09.04.2024
  • 16.04.2024
  • 23.04.2024
  • 30.04.2024
  • 07.05.2024
  • 14.05.2024
  • 21.05.2024
  • 28.05.2024
  • 04.06.2024
  • 11.06.2024
  • 18.06.2024
  • 02.07.2024
  • 09.07.2024
  • 16.07.2024
Einzeltermine anzeigen
Hauptseminar Di 12:00 bis 14:00 Einzeltermin am 25.06.2024 1.05.2.07 apl. Prof. Dr. Kaak  
Kommentar

Mit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert war der Grundstein gelegt, gesammeltes Wissen einem großen Kreis von Interessenten zugänglich zu machen, was völlig neue Formen der Lehre, Aus- und Weiterbildung eröffnete. Eine gute Bildung über landwirtschaftliche und handwerkliche Fähigkeiten hinaus war vor allem dem Adel vorbehalten, der seine Nachkommen privat unterrichten oder an Ritterakademien ausbilden lassen konnte. Nach den Grundsätzen der Reformation im 16. Jahrhundert sollte es jedoch jedem Gläubigen möglich sein, die nun ins Deutsche übersetzte Bibel selbst zu lesen. Die Alphabetisierung der gemeinen Bevölkerung war somit nun auch aus kirchlich-religiöser Perspektive ein erstrebenswertes Ziel, Lese- und Schreibfähigkeit war jedoch auch mit der Bewahrung von Besitzrechten verbunden. Zudem erkannten die frühneuzeitlichen Landesherren bald die Vorteile im Hinblick auf die Konkurrenzfähigkeit ihres Territoriums und daraus die Notwendigkeit, mehr Theologen, Pfarrer, Lehrer und Juristen heranzuziehen, und begannen daher damit, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen zu gründen, auszubauen und zu fördern. Die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges brachten die Bemühungen ins Stocken, so dass in der Folge vielerorts die Bildungsinfrastruktur völlig neu errichtet werden musste, gleichsam aber auch neue Wege beschritten wurden. Mit der Einführung der Schulpflicht im 18. Jahrhundert sollte dieser Prozess auf eine neue Ebene gebracht werden. Im Seminar soll vergleichend die Entwicklung des ländlichen Bildungsangebotes auf dem Gebiet Brandenburg-Preußens erörtert und dabei herausgestellt werden, in welchem Ausmaß die verschiedenen Bevölkerungsschichten und Geschlechter die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Bildung in Anspruch nahmen bzw. nehmen konnten.

Literatur

Arnold, Udo: Zur Bildungs- und Schulgeschichte Preußens (= Beiträge zur Schulgeschichte 1), Lüneburg 1988.

Baumgart, Peter/Hammerstein, Notker (Hgg.): Beiträge zu Problemen deutscher Universitätsgründungen der frühen Neuzeit, Nendeln/Liechtenstein 1978.

Bödeker, Hans Erich/Hinrichs, Ernst (Hgg.): Alphabetisierung und Literalisierung in Deutschland in der Frühen Neuzeit (= Wolfenbüttler Studien zur Aufklärung 26), Tübingen 1999.

Flöter, Jonas/Ritz, Christian (Hgg.): Das Joachimsthalsche Gymnasium. Beiträge zum Aufstieg und Niedergang der Fürstenschule der Hohenzollern, Bad Heilbrunn 2009.

Neugebauer, Wolfgang: Absolutistischer Staat und Schulwirklichkeit in Brandenburg-Preußen (= Veröff. der Historischen Kommission zu Berlin 62), Berlin-New York 1985.

Ders.: Das Bildungswesen in Preußen seit der Mitte des 17 Jahrhunderts, in: Handbuch der preußischen Geschichte Bd. 2: Das 19. Jahrhundert und große Themen der Geschichte Preußens, hrsg. von Otto Büsch, Berlin-New York 1992, S. 605–798.

Peters, Jan/Harnisch, Hartmut/Enders, Lieselott, Märkische Bauerntagebücher des 18. und 19. Jahrhunderts. Selbstzeugnisse von Milchviehbauen aus Neuholland (= Veröff. Des Staatsarchivs Potsdam 23), Weimar 1989.

Prass, Reiner: Alphabetisierung in Frankreich und Deutschland, Überlegungen zu differierenden Grundlagen scheinbar gleicher Entwicklungen, in: Bödeker, Hans Erich/Gierl, Martin (Hgg.): Jenseits der Diskurse, Aufklä-rungspraxis und Institutionenwelt in europäisch komparativer Perspektive, anlässlich des 80. Geburtstags von Rudolf Vierhaus, Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, Bd. 224, Göttingen 2007, S. 25–48.

Schindling, Anton: Bildung und Wissenschaft in der Frühen Neuzeit 1650-1800, 2. Aufl. München 1999.

Leistungsnachweis

Regelmäßige, aktive Teilnahme, Referat mit Präsentation, Hausarbeit


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 7 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2024 gefunden:
Vorlesungsverzeichnis
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