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"Neuer Realismus" und Dokumentarismus in der gegenwärtigen Literatur und Kunst (Fokus: Osteuropa) - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2016/17
Einrichtung Institut für Slavistik   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfristen 04.10.2016 - 20.11.2016

Belegung über PULS
04.10.2016 - 10.11.2016

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Seminar Di. 12:00 bis 14:00 wöchentlich 18.10.2016 bis 07.02.2017  1.11.2.27 Prof. Dr. Marszalek 20.12.2016: Akademische Weihnachtsferien
27.12.2016: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar


‚Realismus‘
macht wieder von sich reden: Allen Unkenrufen von seinem Tod zum
Trotz lässt sich gegenwärtig wieder ein verstärktes Interesse an
ebenso realistischen wie dokumentarischen Kunstpraktiken feststellen
– besonders in Fotografie und Videokunst wie auch in Literatur,
Theater und Film. Dabei werden sowohl epistemologische als auch
ästhetische Aspekte dieses traditionsreichen wie umstrittenen
Begriffs in der theoretischen Reflexion und in der künstlerischen
Praxis erneut verhandelt. Sei es als Antwort auf die „Agonie des
Realen“ (Baudrillard) in den medialen Simulakra, sei es als
Reaktion auf die semiotische Verwandlung der Welt in Text und auf die
Selbstverständlichkeit des konstruktivistischen Wissensparadigmas –
die Hinwendung zum Faktischen der Realität (als Effekt sozialer,
medialer und politischer Praxis) wie auch zur Faktizität des sich
der kulturellen Semiose entziehenden Realen (als Einbruch des
Nichtvorhersehbaren, Widerspenstigen, Traumatischen) erscheint als
Ausdruck eines neuen „Hungers nach Wirklichkeit“.

Im
Mittelpunkt des Seminars steht die Diskussion jenes ‚neuen
Realismus‘ in der (nicht nur) osteuropäischen Gegenwartskunst und
-literatur, der allerdings mit dem ‚klassischen‘ realistischen
Repräsentationsmodell des 19. Jahrhundert wenig gemeinsam hat.
Dieser bildet aber den Ausgangspunkt für die Betrachtung des sich
immer wieder erneuernden Anspruch der Kunst, eine besondere Nähe zum
Wirklichen herzustellen. Wir sprechen über verschiedene Varianten
des Realismus (kritisch, sozialistisch, magisch, traumatisch etc.)
und über die heutige Allianz dokumentarischer Kunstpraktiken mit der
philosophischen Reflexion eines ‚neuen Realismus‘ nach der
Postmoderne. Das Anschauungsmaterial kommt aus dem Bereich der
Literatur und Kunst wie auch des Film und Theaters.

 

 


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2016/17 , Aktuelles Semester: WiSe 2019/20
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