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Foto: Matthias Friel

Experimentelle Gegenwartsliteratur - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2021/22
Einrichtung Institut für Germanistik   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 01.10.2021 - 10.11.2021

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Seminar Di 16:00 bis 18:00 wöchentlich 26.10.2021 bis 15.02.2022  1.08.0.59 Dr. Moser ,
Dr. Schneider
21.12.2021: Akademische Weihnachtsferien
28.12.2021: Akademische Weihnachtsferien
30
Kommentar Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

Das Seminar wird sich mit einem Teilbereich der jüngeren Gegenwartsliteratur auseinandersetzen, den man als avantgardistisch oder innovativ bezeichnen könnte. Es handelt sich vorwiegend um Texte, die Leseerfahrungen, -gewohnheiten und -erwartungen irritieren, weshalb wir uns ihnen im Rahmen methodisch reflektierten, genauen, aber auch neugierigen Lektüren gemeinsam nähern werden. Befassen werden wir uns u.a. mit Max Czolleks Gedichtband „Grenzwerte“ (2019), in dem faktuale und fiktionale Textelemente zu Gedichten montiert werden, Dorothee Elmigers Essay „Aus der Zuckerfabrik“ (2020), das Texte anderer Autor:innen aufgreift, umwendet und auf diese Weise über das Schreiben selbst reflektiert, oder Axel Ruoffs Roman „Irrblock“ (2020), der im Modus des Beschreibens Zusammenhänge bspw. zwischen Nachkriegs- und zeitgenössischen Diskursen freilegt. Weitere Beispiele sind Literaturzeitschriften wie „IDIOME. Zeitschrift für Neue Prosa“, die dezidiert eine Plattform für neue Literatur ist, oder das „Textkollektiv für Digitale Literatur“ 0x0a, dessen Kunst auf Algorithmen basiert. Zum anderen werden wir uns auch mit dem Label „experimentell“ selbst auseinandersetzen, indem wir es literaturgeschichtlich zu Konzepten wie „Avantgarde“ oder „Klassiker“ in Beziehung setzen, aus einer literaturtheoretischen Perspektive entsprechende Klassifikationsversuche hinsichtlich der Gegenwartsliteratur diskutieren und ausgehend von „Abweichungen“ (experimentellen Texten) über die impliziten Standards und Normen des Literaturbetriebs reflektieren. Für einen weiteren Perspektivwechsel sorgt eine Veranstaltung mit Axel Ruoff, mit dem wir Anfang Dezember über seinen Roman „Irrblock“, aber auch über seine schriftstellerische Arbeit diskutieren werden.
Ziel des Seminars ist es, dass Seminarteilnehmer:innen Konzepte wie „Avantgarde“ oder „Klassiker“ historisch verorten und für die Analyse von Gegenwartsliteratur adaptieren, ihr Wissen über Gegenwartsliteratur vertiefen und methodisch reflektiert Texte analysieren und interpretieren können, die sich einer hermeneutischen Lektüre zu widersetzen scheinen.
Das Seminar ist als Präsenzveranstaltung geplant. Falls es die Umstände verlangen, wäre es jedoch auch in der skizzierten Form digital umsetzbar.
Leistungsnachweis 2 LP (unbenotet): Impulsbeitrag (20 Minuten) + schriftlicher Kommentar (1 Seite)
3 LP (unbenotet): Impulsbeitrag (20 Minuten) + schriftlicher Kommentar (2 Seiten)
5 LP (unbenotet (MA GER 2020)): Impulsbeitrag (20 Minuten) + Essay (5 Seiten)
3 LP (benotet): Hausarbeit (15 Seiten) / Prüfungsgespräch (30 Minuten) / Impulsbeitrag mit schriftlicher Ausarbeitung (8 Seiten)
4 LP (benotet): Hausarbeit (20 Seiten) / Prüfungsgespräch (30 Minuten)
4 LP (benotet (MA LA 2020)): Impulsbeitrag (20 Minuten) + Hausarbeit (10 Seiten) / Prüfungsgespräch (30 Minuten)
5 LP (benotet (MA GER 2020)): Hausarbeit (25 Seiten)

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2021/22 , Aktuelles Semester: WiSe 2022/23