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Foto: Matthias Friel

Rom und die Germanen – Kulturkontakt, Politik und Propaganda - Einzelansicht

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Veranstaltungsart Proseminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2022/23
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Belegungsfrist 04.10.2022 - 10.11.2022   
Gruppe 1:
     Zur Zeit keine Belegung möglich
    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Proseminar Mi 16:00 bis 18:00 wöchentlich 19.10.2022 bis 08.02.2023  1.11.2.03 Dr. Anders 21.12.2022: Akademische Weihnachtsferien
28.12.2022: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar

Das Verhältnis von Römern und Germanen war geprägt von einer Mischung aus kriegerischen Auseinandersetzungen, diplomatischer Interaktion sowie wirtschaftlichem und kulturellem Austausch.

 Nach dem ersten Kontakt der Römer mit den germanischen Kimbern und Teutonen (113-101 v. Chr.) bekämpfte Julius Cäsar in den Jahren 58 – 53 v. Chr. germanische Stämme in Gallien und am Rhein und postulierte den Rhein als Grenze zu den Germanen. Die Kaiser Augustus und Tiberius initiierten zwischen 12 v. Chr. und 16 n. Chr. offensive militärische Expeditionen über den Rhein hinaus und versuchten Mitteleuropa bis zu Elbe im römischen Sinne zu ordnen. Als diese Germanienpolitik als Folge der Varus-Niederlage scheiterte, wurden bis zum Ende des 1. Jh. Rhein, Limes und Donau zur befestigten Grenze zwischen dem Imperium und den nördlich angrenzenden Germanen ausgebaut und entwickelte sich zu einer „Kontaktzone“ zwischen Römern und Germanen. Teile Germaniens wurden dabei auch römischer Verwaltung unterstellt, Germanen auf römischem Gebiet angesiedelt oder als Soldaten in die römische Armee aufgenommen.

 Das Proseminar beschäftigt sich mit Herkunft, Lebensweise und Sozialstruktur der Germanen, den Zielen und Mitteln der römischen Germanienpolitik sowie der Ereignis- und Strukturgeschichte der römisch-germanischen Beziehungen bis zum Ende des 1 Jh. n.Chr. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Kulturkontakt und Kulturkonflikt in Mitteleuropa und darauf, welche Rolle die Germanen in der römischen Politik und Propaganda spielten.

 

Am Ende dieses Seminars sollten Sie Folgendes wissen und können:

  • Die Lebensweise von Germanen und Römern analysieren und vergleichen.
  • Die wechselseitige Beeinflussung zwischen Römern und Germanen beschreiben (Kulturkontakte und Kulturkonflikte).
  • Ursachen, Verlauf und Folgen der römisch-germanischen Kontakte sowie deren Darstellung in den römischen Quellen (insbesondere Cäsar und Tacitus) erklären.
  • Zentrale Quellen zu den römisch-germanischen Beziehungen kennen und deuten.

 

Literatur

Quellen

  • Hans-Werner Goetz, Karl-Wilhelm Welwei (Hrsgg.): Altes Germanien. Auszüge aus antiken Quellen über die Germanen und ihre Beziehungen zum Römischen Reich bis zum Jahre 238 n.Chr., lat. / griech. / dt., bibliograph. aktual. Sonderausgabe, Darmstadt 2013 (FSGA, A., Bd. 1a).
  • Lutz Walther (Hrsg.), Varus, Varus! Antike Texte zur Schlacht im Teutoburger Wald, Stuttgart 2008.
  • Tacitus, Germania, Lat./Dt. Hrsg., Übers., Erl. u. Nachw.: Fuhrmann, Manfred. 112 S., ISBN: 978-3-15-009391-7.

 

Forschungsliteratur

  • Frank M. Ausbüttel: Die Germanen, Darmstadt 2010.
  • Bruno Bleckmann: Die Germanen. Von Ariovist bis zu den Wikingern, München 2009.
  • Erich Claßen u.a. (Hrsgg.): Roms fließende Grenzen. Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen 2021/2022, Darmstadt 2021.
  • Thomas Fischer, Gladius. Roms Legionen in Germanien, München 2020.
  • Ulrike Riemer: Die römische Germanienpolitik. Von Caesar bis Commodus, Darmstadt 2006.
  • Egon Schallmeyer: Der Limes: Geschichte einer Grenze, 3. Aufl., München 2011.
  • Markus Schauer: Der Gallische Krieg. Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk, München 2016.
  • Gerhard Waldherr, Der Limes, Stuttgart 2009.
  • Matthias Wemhoff, Gabriele Uelsberg (Hrsgg.): Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme, Darmstadt 2020.
  • Herwig Wolfram: Die Germanen, 9. Aufl., München 2009.
  • Reinhard Wolters, Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien, 2. Aufl., München 2017.
Leistungsnachweis

Die Studienleistung besteht aus einem Vortrag im Seminar (20 min). Die Modulprüfung besteht aus einer schriftlichen Hausarbeit (12-15 Seiten)


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Die Veranstaltung wurde 5 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2022/23 gefunden:
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