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Foto: Matthias Friel

Feindliche Nachbarn – Rom und die Germanen - Einzelansicht

Veranstaltungsart Proseminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2023/24
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Belegungsfrist 02.10.2023 - 10.11.2023

Belegpflicht
Gruppe 1:
     jetzt belegen / abmelden
    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Proseminar Mi 16:00 bis 18:00 wöchentlich 18.10.2023 bis 07.02.2024  1.12.0.05 Dr. Anders 27.12.2023: Akademische Weihnachtsferien
03.01.2024: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar

Seit der Eroberung Galliens durch Caesar in den Jahren 58 – 51 v. Chr. waren Römer und Germanen Nachbarn. Die Beziehungen waren oft von Krieg und Gewalt geprägt, es gab aber auch diplomatische Kontakte, Handel und kulturellen Austausch.

 

Nachdem Cäsar zunächst den Rhein als Grenze zu den Germanen definiert hatte, unternahmen die Kaiser Augustus und Tiberius zwischen 12 v. Chr. und 16 n. Chr. militärische Expeditionen über den Rhein hinaus und versuchten Mitteleuropa bis zu Elbe im römischen Sinne zu ordnen. Als diese offensive Germanienpolitik scheiterte, wurden bis zum Ende des 1. Jh. Rhein, Limes und Donau zur befestigten Grenze zwischen dem Imperium und den nördlich angrenzenden Germanen ausgebaut und entwickelte sich zu einer „Kontaktzone“ zwischen Römern und Germanen.

 

Das Proseminar beschäftigt sich mit Herkunft, Lebensweise und Sozialstruktur der Germanen, den Zielen und Mitteln der römischen Germanienpolitik sowie der Ereignis- und Strukturgeschichte der römisch-germanischen Beziehungen bis zum Ende des 1 Jh. n.Chr.

 

Am Ende dieses Seminars sollten Sie Folgendes wissen und können:

•           Die Lebensweise von Germanen und Römern analysieren und vergleichen.

•           Die wechselseitige Beeinflussung zwischen Römern und Germanen beschreiben (Kulturkontakte und Kulturkonflikte).

•           Ursachen, Verlauf und Folgen der römisch-germanischen Kontakte sowie deren Darstellung in den römischen Quellen (insbesondere Cäsar und Tacitus) erklären.

•           Zentrale Quellen zu den römisch-germanischen Beziehungen kennen und deuten.

 

Literatur

Quellen

• Hans-Werner Goetz, Karl-Wilhelm Welwei (Hrsgg.): Altes Germanien. Auszüge aus antiken Quellen über die Germanen und ihre Beziehungen zum Römischen Reich bis zum Jahre 238 n.Chr., lat. / griech. / dt., bibliograph. aktual. Sonderausgabe, Darmstadt 2013 (FSGA, A., Bd. 1a).

• Lutz Walther (Hrsg.), Varus, Varus! Antike Texte zur Schlacht im Teutoburger Wald, Stuttgart 2008.

• Tacitus, Germania, Lat./Dt. Hrsg., Übers., Erl. u. Nachw.: Fuhrmann, Manfred. 112 S., ISBN: 978-3-15-009391-7.

 

Forschungsliteratur

• Frank M. Ausbüttel: Die Germanen, Darmstadt 2010.
• Bruno Bleckmann: Die Germanen. Von Ariovist bis zu den Wikingern, München 2009.
• Erich Claßen u.a. (Hrsgg.): Roms fließende Grenzen. Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen 2021/2022, Darmstadt 2021.

• Thomas Fischer, Gladius. Roms Legionen in Germanien, München 2020.
• Ulrike Riemer: Die römische Germanienpolitik. Von Caesar bis Commodus, Darmstadt 2006.
• Heiko Steuer, „Germanen“ aus Sicht der Archäologie: Neue Thesen zu einem alten Thema, Berlin und Boston 2021.

• Matthias Wemhoff, Gabriele Uelsberg (Hrsgg.): Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme, Darmstadt 2020.

 

Leistungsnachweis

- Referat / Vortrag im Seminar

- schriftliche Hausarbeit (12-15 Seiten)

 


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2023/24 , Aktuelles Semester: SoSe 2024