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Brandenburgische Landesgeschichte und deutsche Reichsgeschichte im Zeitalter der Askanier, Staufer und frühen Wahlkönige (ca. 1100-1320) - Einzelansicht

Veranstaltungsart Vorlesung Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester SoSe 2024
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Belegungsfristen 02.04.2024 - 10.05.2024

Belegung über PULS
02.04.2024 - 10.05.2024

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Vorlesung Fr 10:00 bis 12:00 wöchentlich 12.04.2024 bis 19.07.2024  1.11.0.09 Prof. Dr. Neitmann  
Kommentar

Die Vorlesung ist der erste Teil eines geplanten viersemestrigen Zyklus zur Geschichte der Mark Brandenburg von ihren hochmittelalterlichen Anfängen bis zu ihrem Ausgang im 18. Jahrhundert unter Einbeziehung der Geschichte des Deutschen Reiches: Die brandenburgische Landesgeschichte wird zwar vorrangig behandelt, aber in Beziehung zur gleichzeitigen, ebenfalls ausführlich geschilderten Reichsgeschichte zur Erhellung ihrer gegenseitigen Verbindungen gesetzt. Der erste Teil des Vorlesungszyklus im SS 2024 beschreibt die Entstehung und den Ausbau der Mark Brandenburg seit dem frühen 12. Jahrhundert unter der Dynastie der Askanier und stellt sowohl die fürstliche Politik und Herrschaftsorganisation als auch die deutsch-slawische Besiedlung des Landes im Rahmen des hochmittelalterlichen Landesausbaues und die Christianisierung der Bevölkerung, Kirche und kirchliches Leben dar. Das Amt des deutschen Königs lag von 1138 bis 1254 in der Hand des schwäbischen Geschlechtes der Staufer, das sich in Deutschland vornehmlich mit den aufkommenden Territorialfürstentümern und deren Verlangen nach herrschaftlicher Eigenständigkeit auseinanderzusetzen hatte. Nach dem Ende der Staufer wurden die nachfolgenden Könige von sieben "Kurfürsten" gewählt, zu denen der Markgraf von Brandenburg gehörte. Die zumeist aus kleinen Grafenfamilien stammenden Könige versuchten erfolgreich oder erfolglos, sich dem bestimmenden Einfluss der Kurfürsten durch den Aufbau einer eigenen "Hausmacht", eines von ihnen selbst regierten großen Herrschaftsbereiches innerhalb des Reiches, zu entziehen. Unter diesen Voraussetzungen waren die Königsgeschichte mit dem Ringen der unterschiedlichen Königsdynastien um die Befestigung der königlichen Gewalt gegenüber den Fürsten und deren Ringen um die Ausgestaltung ihrer eigenen, möglichst selbständigen Territorialherrschaften eng miteinander verflochten. Ursachen und Folgen des die deutsche Geschichte kennzeichnenden "Föderalismus" werden am brandenburgischen Beispiel beleuchtet.     

Literatur

Johannes Schultze: Die Mark Brandenburg, Bd. 1, Berlin 1961 u.ö. - Ingo Materna / Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Brandenburgische Geschichte, Berlin 1995. - Gebhardt: Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 5-7a (1125-1347), bearb. v. Alfred Haverkamp, Wolfgang Stürner, Michael Menzel, Stuttgart 2003-2012.  

Leistungsnachweis

Klausur, 90 Minuten


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2024 , Aktuelles Semester: SoSe 2026