Es ist allgemein anerkannt, dass die Griechen die Politik "entdeckten". Das Wort Politik selbst kommt aus dem Griechischen und geht auf den gleichlautenden Titel eines Werkes des Aristoteles (Politika) zurück; auch ein Begriff wie Demokratie ist also eine griechische Hinterlassenschaft. Die Vorlesung wird die Entwicklung des griechischen politischen Denkens von der Archaik (Homer, Hesiod) bis zum Hellenismus (Stoa, Epikureismus, hellenistische Utopien) behandeln und seine Entwicklung im Zusammenhang mit der politischen Geschichte (Geburt der Polis, Entwicklung der Demokratie in Athen, hellenistische Königtümer) thematisieren. Untersucht werden nicht nur die politische Theorie und die politische Philosophie - also Texte, die sich explizit mit politischen Fragen auseinandersetzen -, sondern das politische Denken im weiteren Sinne; dies schließt auch politische Reflexionen bzw. Ideen mit ein, die in anderen literarischen Gattungen wie Epos, Komödie oder Geschichtsschreibung zu finden sind.
R. K. Balot, Greek Political Thought, Malden 2006.
R. K. Balot (Hg.), A Companion to Greek and Roman Political Thought, Oxford 2009.A. Demandt, Der Idealstaat. Politische Theorien der Antike, Köln 2000 (3. Auflage).H. Ottmann, Geschichte des politischen Denkens. Band I: Die Griechen, Stuttgart 2002.
C. Rowe / M. Schofield (Hg.), The Cambridge History of Greek and Roman Political Thought, Cambridge 2008.
S. Salkever (Hg.), The Cambridge Companion to Ancient Greek Political Thought, Cambridge 2009.
K. Vlassopoulos, Politics: antiquity and its legacy, London 2010.
Die Studienleistung besteht in einer Klausur (60 Minuten)
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