Das Meer stellte für die Griechen nicht nur einen – wenn nicht den einzigen – gefährlichen Kommunikationsweg dar. Bereits in der Archaik nahmen die Poleis es als zugänglichen Raum für die Ausbreitung ihrer gesellschaftlichen Netzwerke und wirtschaftlichen Aktivitäten wahr.Beispielhaft für die Ausdehnung der hellenischen Kultur im Mittelmeerraum und am Schwarzen Meer sind Kolonien wie Massalia, Kyrene und Olbia. Auch der Hafen Piräus oder die Insel Delos – ein zentraler Knotenpunkt des Sklavenhandels – verdeutlichen die Komplexität der wirtschaftlichen Nutzung des Meeres.
Die Seeschlachten von Salamis und bei den Arginusen sowie die Entstehung des Begriffs Thalassokratie zeigen die wachsende Bedeutung dieses Raums für die Machtausdehnung der griechischen Staaten in der klassischen Epoche. Später blieb der östliche Mittelmeerraum Schauplatz der Konflikte zwischen den hellenistischen Königreichen bis zur römischen Eroberung.Doch bedeutete die römische Herrschaft tatsächlich das Ende eines „griechischen Mittelmeers“?
Ziel des Proseminars ist es, die Beziehung zwischen den Griechen und dem Meer – mit besonderem Bezug auf die archaischen Migrationen, die gesellschaftlichen Entwicklungen sowie die militärischen Auseinandersetzungen der klassischen und hellenistischen Zeit – anhand gezielter Fragestellungen problemorientiert zu analysieren.
Referat (Präsentation oder Handout, 20 Minuten) und Hausarbeit (Seitenzahl entsprechend der Studienordnung: 10-12 Lehramt, 15 Zwei-Fach- und Einfach-Bachelor)
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