Die Sprachkompetenz im Lateinischen erfüllt im Rahmen des Unterrichts eine zentrale Funktion: Sie bildet die unverzichtbare Grundlage zur intensiven Beschäftigung mit der Antike und ihrer Rezeption durch das eigenständige Lesen und präzise Dekodieren authentischer lateinischer Texte, ermöglicht Sprachvergleich und unterstützt die Ausbildung einer nachhaltigen, übergreifenden Sprachbewusstheit. Dem systematischen Erlernen lateinischer Grammatik kommt dabei neben dem Wortschatzerwerb eine Schlüsselrolle zu; dennoch leidet das Image des Fachs seit Jahrzehnten unter dem hartnäckigen Topos, der Unterricht würde letztlich nur aus trockenem Grammatikpauken und mechanischen Formendrills bestehen.
Das Seminar soll wirksames Rüstzeug gegen dieses Klischee vermitteln, indem zunächst das im Einführungsseminar erworbene Wissen über den Grammatikunterricht aufgegriffen und vertieft wird. Ein besonderer Fokus soll im Folgenden auf der funktionalen Einführung neuer grammatikalischer Strukturen liegen, unter besonderer Betonung motivierender, induktiver Verfahren. Auch werden die Grundlagen der Stunden- und Reihenplanung wiederholt; darüber hinaus werden wir üben, geeignetes Sprachmaterial zu analysieren und passende Lernziele zu formulieren.
In der zweiten Hälfte des Seminars entwickeln Studierende tragfähige Stundenkonzepte zur Gestaltung unterschiedlicher Grammatikeinführungen. Die dabei entstehenden, vorgestellten Entwürfe sollen im Seminar reflektiert, diskutiert und überarbeitet werden.
Literaturhinweise im Rahmen des Seminars.
Vorstellung eines Stundenentwurfs im Seminar, überarbeitete Verschriftlichung (Kurzentwurf) i.F.d. Seminardiskussion.
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