Bei Julius Caesars Gallischem Krieg handelt es sich seit der Antike um einen zentralen Schultext. Auch heute wird Caesar im Lateinunterricht viel gelesen, wobei das Gewicht meist auf den brillianten Manipulationsstrategien des Autors liegt. Aber Caesar stellt uns heute auch vor große Herausforderungen: Seine Sprache ist nicht einfach, auch wenn sie seit der Antike als das ‘schönste’ Latein gilt, das je geschrieben wurde.
In der Lektüreübung werden ausgewählte Passagen des Bellum Gallicum erschlossen und übersetzt. Dabei liegt der Fokus einerseits auf der kontinuierlichen Wiederholung wichtiger grammatikalischer Phänomene des Lateinischen (Kasusfunktionen, Modusgebrauch, Partizipialkonstruktionen etc.); dazu werden verschiedene Strategien zur erfolgreichen Texterschließung und Rekodierung eingeübt und auf ihre Nützlichkeit hin überprüft. Ziel ist es, die eigene Fähigkeit zur Auswahl eines passenden Methodenmixes zu schärfen sowie die adequate und effiziente Nutzung von Hilfsmitteln bei der Übersetzung zu verstetigen.
Da das Seminar auch über die Fachdidaktik belegt werden kann, wollen wir nicht versäumen, ebenfalls die Einführung und Umsetzung von Verfahren zur Erschließung und Übersetzung lat. Texte im Lateinunterricht zu thematisieren.
Die eigenständige Arbeit am Grund-und Aufbauwortschatz ist dabei Voraussetzung, um eine flüssige Lektüre zu ermöglichen.
Schümann, Bernd F.: 500 Vokabeln zu Caesar. Ein Lernbuch. Hamburg 19935.
Caesar: De bello Gallico (Lateinisch–deutsch). Hrsg., übersetzt und erläutert von Otto Schönberger, Berlin 20134 (Sammlung Tusculum).
Testat: Kurzer Vortrag inkl. angeleiteter Übung im Rahmen des Seminars (45-60 min).
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