Inhalt:
Das Seminar verbindet eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Digitalisierung der Migrationsverwaltung in Deutschland mit einer praxisorientierten Einführung in qualitative Forschungsmethoden, insbesondere die Fokusgruppenforschung. Im Zentrum steht dabei das Ausländerzentralregister (AZR) als zentrale Dateninfrastruktur der deutschen Migrationsverwaltung und als Beispiel für die wachsende Bedeutung digitaler Informationssysteme im Verwaltungshandeln.
Ziel des Seminars ist es, einen möglichst praxisnahen Einblick in den Umgang der Migrationsverwaltung mit Digitalisierungsfragen zu gewinnen und zugleich grundlegende methodische Kompetenzen zu vermitteln. Nach einer thematischen Einführung in die Digitalisierung der Migrationsverwaltung arbeiten die Studierenden mit Fokusgruppen-Transkripten aus einem laufenden Forschungsprojekt. Anhand dieses empirischen Materials analysieren sie Diskussionen von Verwaltungpraktiker*innen und reflektieren zentrale methodische Aspekte der Fokusgruppenforschung, etwa Moderation, Gruppendynamiken und die Interpretation von Gesprächsverläufen.
Im weiteren Verlauf des Seminars wenden die Studierenden das Gelernte praktisch an: Ziel ist es, ein eigenes Fokusgruppendesign zu entwickeln, Leitfragen vorzubereiten und am Ende des Semesters eine simulierte Fokusgruppe im Seminar durchzuführen. Durch die anschließende gemeinsame Reflexion der Planung und Durchführung sollen sowohl methodische Kompetenzen als auch ein vertieftes Verständnis für Herausforderungen der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung entwickelt werden.
Lernziele:
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