Gemäß einer in der Philosophie tiefverwurzelten Denktradition unterscheidet sich menschliches Leben durch seine vernünftigen Vermögen von bloß tierischem Leben. In diesem Seminar werden wir uns die Frage stellen, wie genau wir das Verhältnis von sogenannten vernünftigen Vermögen und natürlichen Vermögen verstehen müssen. Additive Theorien Geistes argumentieren dafür, dass die vernünftigen Vermögen zu den sinnlichen Vermögen des Menschen, die er mit nichtmenschlichen Tieren teilt, hinzutreten, also addiert werden. Im Gegensatz dazu argumentieren Transformative Theorien, dass vernünftige Vermögen weder auf Vermögen reduziert werden können, die wir mit nichtmenschlichen Tieren teilen, noch als zusätzliches Vermögen über unsere tierischen Vermögen hinaus betrachtet werden können. Ausgehend von zeitgenössischen Autor*innen werden wir uns diese systematische Debatte zunächst erschließen, um diese dann anhand klassischer Texte aus der Philosophiegeschichte zu rekonstruieren und zu reflektieren. Dabei diskutieren wir u. a. Texte von Aristoteles, Hegel, Nietzsche und Marx.
Testat: Referat und schriftliche Ausarbeitung
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