Das 18. Jahrhundert wird in Frankreich nicht umsonst auch als Siècle de Voltaire bezeichnet. Während seines langen Lebens (1694-1778) verfasste Voltaire unzählige Werke in allen denkbaren Genres – wenn nötig, erfand er neue. Er befasste sich sowohl mit allen möglichen Wissensgebieten als auch mit den Widernissen seiner Zeit, die er in seinem Oeuvre verspottete, verurteilte oder bekämpfte.
In diesem Seminar wollen wir versuchen, dieses umtriebige Leben und Schaffen an ausgewählten Beispielen nachzuvollziehen, um nicht nur etwas über die Geisteshaltung des großen Voltaire, sondern auch über seine Zeit und seine Wirkung zu lernen. Im Mittelpunkt unserer Betrachtungen stehen die Erzählungen Zadig, ou la destinée und Candide, ou l’optimisme sowie die Abhandlung Sur la tolérance. Alle drei Werke liegen auch in deutscher Übersetzung vor, so dass gute Französischkenntnisse zwar wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich sind.
Wir beginnen nach zwei einführenden Sitzungen mit Zadig.
Zum Einlesen:
Cerstin Bauer-Funke, Die französische Aufklärung. Stuttgart: Klett, 1998.
Erich Köhler, Vorlesungen zur Geschichte der Französischen Literatur. Aufklärung I & II. Stuttgart: Kohlhammer, 1984.
Jean Orieux, Das Leben des Voltaire. Frankfurt am Main: Insel Verlag, 1994 [frz.: Voltaire. Paris: Flammarion, 1966].
Testat: Referat
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