In Literatur und noch mehr in Literaturbesprechungen begegnet einer*einem in den letzten Jahren verstärkt die Figur der ‚starken Frau‘, die allen (patriarchalen) Widrigkeiten trotzt, um eigene Lebensvorstellungen durchzusetzen. Das wird dann gerne als feministische Literatur eingestuft. Aber ist es wirklich so einfach? Oder wird hier nicht eher eine neue Norm geschaffen (, die häufig auch noch weitere normative Vorstellungen huckepack transportiert)?
In diesem Seminar werden wir viel lesen (zeitgenössische Literatur, feministische Klassiker und auch neuere Texte) und noch mehr diskutieren. Die Frage nach Feminismus und Literatur betrifft nämlich eine ganze Reihe von zentralen Fragen unseres Studiengangs – etwa: In welchem Verhältnis stehen Literatur und Gesellschaft? Was ‚kann‘ Literatur? Und wie finde ich nun (literatur- und kulturwissenschaftlich) heraus, ob mein neuer Lieblingsroman feministisch ist oder nicht? (Und ist das überhaupt die richtige Frage?)
Referat und Hausarbeit
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