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Foto: Matthias Friel

Weibliche Leitbilder in Spätmittelalter und Früher Neuzeit - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 250811
SWS 2 Semester SoSe 2015
Einrichtung Institut für Germanistik   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 01.04.2015 - 10.05.2015

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Seminar Do 16:00 bis 18:00 wöchentlich 16.04.2015 bis 23.07.2015  1.12.1.01 Dr. Klinger   50
Kommentar

Neben vorbildlichen Rittern und heroischen Kriegern finden sich in der mittelalterlichen Literatur auch Heldinnen und populäre Frauenfiguren, die ins kollektive Gedächtnis eingegangen sind. Obwohl ihnen meist nur kürzere Erzählungen gewidmet wurden, sind diese Texte breit überliefert. Besonders beliebt ist beispielsweise die Geschichte von Lucretia, die sich nach einer Vergewaltigung selbst ersticht. Als Inbegriff der geduldigen, alles erleidenden Ehefrau erscheint Griseldis, die jede Prüfung ihrer Standfestigkeit besteht. Neben den glaubensfesten Heiligen der christlichen Legenden stehen weltliche Märtyrerinnen, die ihre Identität in Selbstaufgabe und Selbstvernichtung bewahren. In ihrer ‚Stadt der Frauen’ entfaltet Christine de Pisan ein breit gefächertes Panorama von Weiblichkeitsentwürfen. Im Übergang zur Neuzeit sind zugleich Umbrüche zu beobachten, die neue Modelle von Weiblichkeit hervorbringen und dabei das gesamte Spektrum von der idealen Ehefrau und Hausherrin bis zur dämonischen Verführerin, der frühneuzeitlichen Hexe, umgreifen.

Im Seminar werden die Konstruktionen von Weiblichkeit auf der Grundlage Gender-theoretischer Modelle analysiert. Anhand der literarischen Entwicklung einzelner Frauengestalten soll zudem verfolgt werden, wie geschlechtsspezifische Rollenentwürfe historisch veränderten Bedingungen angepasst, modifiziert und umgedeutet werden. Damit gehen jeweils spezifische Vorstellungen von Liebe, Ehe und Familie einher, die im späteren Mittelalter zur spezifisch weiblichen Domäne werden.

Ein Reader mit den Seminartexten wird zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis Prüfungsversion 2004 (LA Deutsch)/2006 (BA Germanistik):
3 LP: regelmäßige Teilnahme + Prüfungsleistung (LV), auch SK
4 LP: regelmäßige Teilnahme + Prüfungsleistung (LV)
3 LP (unbenotet) (nur SK): regelmäßige Teilnahme + Studienleistung
Prüfungsversion 2011:
2 LP (unbenotet): regelmäßige Teilnahme + Studienleistung
3 LP (unbenotet) (nur AM-KIG): regelmäßige Teilnahme + Studienleistung
3 LP: Prüfungsleistung (K/P)
Prüfungsversion 2014:
2 LP (unbenotet): regelmäßige Teilnahme + Studienleistung
2 LP: Hausarbeit/Variante B (K) oder Prüfungsgespräch/Variante A (P)
nur Schlüsselkompetenzen:
o AM-KIG (Variante A) und andere Fächer Variante I:
 3 LP (unbenotet): regelmäßige Teilnahme + Studienleistung oder
 3 LP : regelmäßige Teilnahme + Prüfungsleistung (LV)
o AM-KIG (Variante B):
 3 LP (unbenotet): regelmäßige Teilnahme + Studienleistung
 3 LP: Prüfungsleistung (K/P)
o andere Fächer (Variante II):
 6 LP : regelmäßige Teilnahme + Prüfungsleistung (LV)

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2015 , Aktuelles Semester: WiSe 2022/23