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Theodor Fontane als Erzähler. Zur Literarizität realistischer Prosa - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 4201
SWS 2 Semester SoSe 2016
Einrichtung Institut für Germanistik   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 01.04.2016 - 20.05.2016

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Seminar Di. 10:00 bis 12:00 wöchentlich 12.04.2016 bis 19.07.2016  1.12.1.01 Prof. Dr. Trilcke   40
Kommentar

Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

Die deutsche Literatur des sogenannten ˃Poetischen Realismus˂ konstituiert sich programmatisch in Abgrenzung zum »nackten Wiedergeben alltäglichen Lebens« (Fontane), tritt also mit dem grundlegenden Anspruch auf eine - von der ˃nackten Wiedergabe˂ zu unterscheidenden - ˃poetischen˂ Darstellung auf. Wie aber wird diese Forderung nach ˃Poetizität˂ theoretisch reflektiert und vor allem: wie wird sie praktisch umgesetzt? Worin liegt, anders gefragt, die Literarizität der realistischen Literatur? Und wie lassen sich - historisch und theoretisch - die Grenzen zwischen literarischen Texten und nicht-literarischen Texten im Zeitalter des Realismus ziehen? Diesen (und verwandten) Fragen werden wir im Seminar nachgehen, indem wir sie ausgehend von Erzähltexten Theodor Fontanes, des sicher wichtigsten Autors des deutschen Realismus, diskutieren. Dabei werden wir nicht nur im engeren Sinne ˃poetische˂ Erzähltexte untersuchen, also Novellen und Erzählungen wie (voraussichtlich) »Grete Minde«, »L'Adultera«, »Schach von Wuthenow« und »Unterm Birnbaum«; wir werden auch nicht-˃poetische˂ Erzählformen in den Blick nehmen, so etwa - jeweils in Auszügen - Fontanes Reiseliteratur oder seine Arbeiten als Kriegsberichterstatter. Im Seminar wird auf diese Weise erstens eine allgemeine Diskussion von literaturwissenschaftlichen Grundbegriffen wie ˃Literarizität˂, ˃Poetizität˂, ˃Fiktionalität˂ usf. erfolgen; zweitens werden die historisch spezifischen Literarisierungsstrategien des Poetischen Realismus exemplarisch erschlossen; drittens bietet das Seminar die Möglichkeit, Techniken der narratologischen Analyse sowie der methodisch reflektierten (u.a. hermeneutischen und strukturalistischen) Textinterpretation zu erproben, aufzufrischen und zu vertiefen.

Literatur

- Helmuth Nürnberger: Fontanes Welt. Berlin 1997.

- Wolfgang Preisendanz: Wege des Realismus. Zur Poetik und Erzählkunst im 19. Jahrhundert. München 1977.

- Simone Winko/Fotis Jannidis/Gerhard Lauer (Hg.): Grenzen der Literatur. Zu Begriff und Phänomen des Literarischen. Berlin u.a. 2009.

Leistungsnachweis 2 LP (unbenotet): regelmäßige Teilnahme + Studienleistung (MA LA 2004)
3 LP (unbenotet): regelmäßige Teilnahme + Studienleistung (MA GER + MA LA 2011)
3 LP (benotet): (MA LA 2004)
2 LP (K): Hausarbeit oder (P): andere Prüfungsleistung (MA LA 2011: Sek I)
4 LP (K): Hausarbeit oder (P): Prüfungsgespräch (MA GER 2011 + MA LA 2011: Sek II)

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2016 , Aktuelles Semester: WiSe 2019/20
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