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Foto: Matthias Friel

Libyen - Krisen und Konflikte von der Kolonialzeit bis zum Bürgerkrieg nach dem Sturz Gaddafis - Einzelansicht

Veranstaltungsart Übung Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2016/17
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 04.10.2016 - 10.11.2016

Belegpflicht
Gruppe 1:
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Übung Di 08:00 bis 10:00 wöchentlich 18.10.2016 bis 07.02.2017  1.12.0.14 Scianna 20.12.2016: Akademische Weihnachtsferien
27.12.2016: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

Spätestens seit dem Arabischen Frühling, der Flüchtlingskrise und den Debatten um die deutsche Enthaltung im UN-Sicherheitsrat im März 2011 ist Libyen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Über Jahrzehnte galt das Regime Muammar al-Gaddafis als Paria der internationalen Staatenwelt. Doch woher kommt dieses interne und externe Konfliktpotential?

Die Lehrveranstaltungen wird ausgehend von dem türkisch-italienischen Krieg 1911-12, die Besatzungsherrschaft und Gewaltpraxis der Italiener in Libyen analysieren, und ebenso auf die unterschiedlichen Widerstandsformen eingehen. Hiernach wird ausgehend von der Gewalterfahrung im Zweiten Weltkrieg die Schritte zur libyschen Unabhängigkeit nachgezeichnet. Der Putsch Gaddafis 1969 leitete einen neuen Abschnitt der libyschen Geschichte ein: interne Repression, internationaler Terrorismus und blutige Grenzkonflikte waren die Folge. Als Abschluss soll der Niedergang des Regimes untersucht werden. Hierbei wird sowohl der Übergang von unorganisierten Protesten bis zur offen militärischen Revolte und anschließendem Bürgerkrieg eine Rolle spielen, als auch das militärische Eingreifen der NATO und arabischer Staaten.
Literatur • Dirk Vandewalle, A History of Modern Libya, 2nd. Ed. (Cambridge: CUP, 2012).
• Geoff Simons, Libya and the West: From Independence to Lockerbie (London: I.B. Tauris, 2004).
• Mario J. Azevedo, Roots of Violence. A History of War in Chad (Amsterdam: Gordon and Breach, 1998)
• Jean Clam und Helmut Hubel, Die Krise um Libyen (Bonn: Europa-Union-Verlag, 1987)
• Renate Poßarnig, Gaddafi: Enfant terrible der Weltpolitik (Hamburg: Hoffmann und Campe, 1983).
• Alison Pargeter, The Rise and Fall of Qaddafi (New Haven: Yale Univ. Press, 2012)
• Bruce Vandervort, Tot he Fourth Shore. Italy’s War for Libya (1911-1912) (Rom: US SME, 2012).
• John Gooch (2005) Re-conquest and Suppression: Fascist Italys Pacification of Libya and Ethiopia, 1922–39, Journal of Strategic Studies, 28:6, 1005-1032.
• Frederick H. Dotolo (2015) A long small war: Italian counterrevolutionary warfare in Libya, 1911 to 1932, Small Wars & Insurgencies, 26:1, 158-180.
• Nicola Labanca (2004) Colonial rule, colonial repression and war crimes in the Italian colonies, Journal of Modern Italian Studies, 9:3, 300-313.
• Eileen Ryan (2015) Violence and the politics of prestige: the fascist turn in colonial Libya, Modern Italy, 20:2, 123-135
• Hans Woller, Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert (München: Beck, 2010)
• Isabelle Werenfels, Qaddafis Libyen. Endlos stabil und reformresistent?, SWP-Studie, abrufbar unter: http://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/studien/2008_S07_wrf_ks.pdf
• Johannes M. Becker, Der Libyen-Krieg: Das Öl und die „Verantwortung zu schützen“ (Münster: LIT, 2012).
• Kurt Pelda, Gaddafis Vermächtnis: Waffen, Öl und die Gier des Westens (Zürich: Orell Füssli, 2012).
• Peter Cole und Brian McQuinn (Hrsg.), The Libyan Revolution and ist Aftermath (London: Hurst, 2015)
• Wolfram Lacher, Libyens Stabilisierung unterstützen. Wie weiter nach dem Skhirat-Abkommen?, SWP-Aktuell, abrufbar unter http://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2015A67_lac.pdf

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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2016/17 , Aktuelles Semester: SoSe 2020