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Gewaltsame Konflikte im postsowjetischen Raum - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2017/18
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 04.10.2017 - 20.11.2017

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Seminar Mi. 14:00 bis 16:00 wöchentlich 18.10.2017 bis 07.02.2018  1.12.0.14 Dr. Wittmann 27.12.2017: Akademische Weihnachtsferien
03.01.2018: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

Die Annexion der Krim und der Krieg in der Ostukraine haben die Territorialkonflikte im post-sowjetischen Raum wieder ins Licht internationaler Aufmerksamkeit gerückt. Da Russland in alle Konflikte direkt oder indirekt involviert ist, konzentriert sich die politische Debatte gemeinhin auf russische Interessen und Ziele. Doch sind innere Ursachen ebenfalls wesentlich für das Scheitern der Konfliktlösungsversuche: prekäre Staatsbildungsprozesse, schwache Staatlichkeit, Instrumentalisierung der Konflikte durch die bestimmenden Eliten zur Legitimation ihrer Herrschaft, Marginalisierung der Zivilgesellschaften.
Diese Konflikte sollen Im Rahmen des Erklärungsmusters „postimperiale Räume“ betrachtet werden wo - (nach H. Münkler) unterschiedliche Nationen und Religionen in der Zeit des Imperiums einigermaßen friedlich zusammenlebten, weil keiner Ethnie oder Konfession größere politische Mitwirkungsrechte zukamen, sondern alle wichtigen Fragen vom imperialen Zentrum entschieden wurden. In postimperialen Räumen treten die ethnischen und religiösen Gegensätze sowie sozialen und politischen Divergenzen in aller Schärfe hervor. Versuche integrativer Nationalstaatsbildung stoßen in postimperialen Räumen fast immer auf große Schwierigkeiten.
Das Seminar ist zeitgeschichtlich orientiert und behandelt wichtige Aspekte der Friedens- und Konfliktforschung. Ursachen, Muster und Akteure der einzelnen Konflikte werden analysiert, wobei hauptsächlich der Bürgerkrieg in Tadschikistan, die beiden Tschetschnienkriege, und die Auseinandersetzungen thematisiert werden, die zu „eingefrorenen“ (eher „schwelenden“) Konflikten“ geführt haben (Transnistrien, Südossetien, Abchasien, Nagorny-Karabakh, Ostukraine).
Literatur Ronald Asmus, A Little War That Shook the World. Georgia, Russia, and the Future of the West. London: Palgrave Macmillan 2010.
Sabine Fischer (Hrsg.), Nicht eingefroren! Die ungelösten Konflikte um Transnistrien, Abchasien, Südossetien und Berg-Karabach im Lichte der Krise um die Ukraine, SWP-Studie 13, Berlin 2016.
Hans Krech: Der russische Krieg in Tschetschenien (1994–1996). Berlin: Köster, 1997. (Bewaffnete Konflikte nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes, Bd. 3).
Hans Krech: Der Zweite Tschetschenien-Krieg (1999–2002). Berlin: Köster 2002. (Bewaffnete Konflikte nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes, Bd. 11).
Dov Lynch, Separatist states and post-Soviet conflicts, in: International Affairs Vol. 78, No. 4 (2002), S. 831-848.
Stefan Meister, Die innere Logik der Konflikte im post-sowjetischen Raum, Bundeszentrale für Politische Bildung. Dossier „Innerstaatliche Konflikte“ 6.9.2016
Aude Merlin, Relations between the North and South Caucasus: Diverging Paths?, in: Caucasus Analytical Digest, 27, 27.05.2011, S. 2-4.

Johannes Rau, Russland - Georgien - Tschetschenien: Der Konflikt um das Pankisi-Tal (1997-2003). Berlin: Köster 2005. (Bewaffnete Konflikte nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes, Bd. 18).

Johannes Rau, Der Nagorny-Karabach-Konflikt (1988 - 2002). Berlin: Köster 2003.(Bewaffnete Konflikte nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes, Bd. 14).
Heiko Sauer, Niklas Wagner: Der Tschetschenien-Konflikt und das Völkerrecht. Tschetscheniens Sezession, Russlands Militärinterventionen und die Reaktionen der Staatengemeinschaft auf dem Prüfstand des internationalen Rechts. In: AVR, Bd. 45 (2007), S. 53–83.
John OLoughlin/ Vladimir Kolossov/Gerhard Toal, Inside the post-Soviet de facto states: a comparison of attitudes in Abkhazia, Nagorny Karabakh, South Ossetia, and Transnistria in: Eurasian Geography and Economics, 27.02.2015.

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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2017/18 , Aktuelles Semester: WiSe 2019/20
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