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Religionskriege und Konfessionskonflikte im 16. und 17. Jahrhundert (Teil VI.) - Einzelansicht

Veranstaltungsart Vorlesung Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2017/18
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 04.10.2017 - 10.11.2017

Belegung über PULS
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Vorlesung Di. 16:00 bis 18:00 wöchentlich 17.10.2017 bis 06.02.2018  1.11.0.09 Prof. Dr. Asche 31.10.2017: Reformationstag
26.12.2017: 2. Weihnachtstag
02.01.2018: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar

Ein wesentliches Ergebnis von Reformation und Katholischer Reform war die Entstehung des konfessionsgebundenen Staates der Frühen Neuzeit. Damit verbunden war eine systemimmanente Intoleranz, die sich vor allem durch die vehemente Verteidigung des theologischen Wahrheitsanspruches der Mehrheitskonfession seitens der Obrigkeiten manifestierte und sich dadurch immer wieder aufs Neue speiste. Dies sorgte für scheinbar unüberwindbare Konfliktlagen. Das 16. und 17. Jahrhundert ist reich an Religionskriegen und konfessionell bedingten Konflikten. Einige wurden offen militärisch ausgetragen, andere dagegen im Stillen geführt. Die damit einhergehenden, wohl meistens auch aus echter religiöser Überzeugung durchgeführten obrigkeitlichen Maßnahmen richteten sich entweder gegen konfessionelle Gegenspieler im Land selbst – Stände, Adelsgruppen oder religiöse und konfessionelle Minderheiten –, gegen anderskonfessionelle Staaten oder waren innen- und außenpolitisch derart verquickt, daß nicht nur die Innenpolitik, sondern auch die Außen- und Bündnispolitik konfessionell aufgeladen war. Mit dieser Vorlesung werden vergleichende Einblicke in die wichtigsten Religionskriege und Konfessionskonflikte im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts vermittelt. In den Blick genommen werden im sechsten Teil vor allem die Konflikte rund um die katholische Hegemonialpolitik König Ludwigs XIV. von Frankreich in Europa und vor allem im Heiligen Römischen Reich. Da diese Vorlesung in sich thematisch abgeschlossen ist, ist der Besuch der Vorlesungen der letzten drei Semester (Teile I bis V) nicht notwendig.

Literatur

Einführende Aufsätze: z.B. Konrad Repgen, Was ist ein Religionskrieg?, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte 97 (1986), S. 334–349; Eike Wolgast, Konfessionalisierung und Religionskrieg, in: Jan Assmann/Dietrich Harth (Hgg.), Kultur und Konflikt, Frankfurt am Main 1990, S. 180–214; Johannes Burkhardt, Religionskrieg, in: Theologische Realenzyklopädie 28 (1997), S. 681–687; Andreas Holzem, Gott und Gewalt. Kriegslehren des Christentums und die Typologie des „Religionskrieges“, in: Dietrich Beyrau/Michael Hochgeschwender/Dieter Langewiesche (Hgg.), Formen des Krieges. Von der Antike bis zur Gegenwart, Paderborn/München/Wien/Zürich 2007, S. 371–413. Weitere Literatur wird bei der Vorlesung empfohlen.


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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2017/18 , Aktuelles Semester: SoSe 2019
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