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Foto: Matthias Friel

Der Ukraine-Konflikt: Vorgeschichte, Charakter und Aussichten - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2018/19
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 01.10.2018 - 20.11.2018

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Seminar Mi 14:00 bis 16:00 wöchentlich 17.10.2018 bis 06.02.2019  1.09.2.13 Dr. Wittmann 26.12.2018: 2. Weihnachtstag
02.01.2019: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

In der gegenwärtigen Krise um die Ukraine zeigt sich, dass das Wissen über sie in umgekehrtem Verhältnis zu ihrer Größe als zweitgrößtes Land Europas steht. In diesem Seminar soll, als Voraussetzung für fundierte Beurteilung der aktuellen Vorgänge, zunächst ein tragfähiges Wissensfundament erarbeitet werden zu Fragen wie: Was ist die Ukraine – territorial, politisch, kulturell, gesellschaftlich? Wie kam „Ukraina“ (Grenzland) als Eigenbezeichnung für das Gebiet der heutigen Ukraine auf und was beinhaltete es? Wie entwickelte sich ein Verständnis von ethnischer und kultureller Eigenständigkeit der Ukrainer? Wie sind historische Mythen (auf ukrainischer wie auf russischer Seite) einzuordnen? Wie sind die Abschnitte der ukrainischen Geschichte zu beurteilen, die Russland zur Rechtfertigung der Krim-Annexion und seines Kriegs in der Ost-Ukraine heranzieht? Wie war die Lage der Ukraine „zwischen Hitler und Stalin“?

Vor diesem Hintergrund soll die jüngste Geschichte der seit 1991 unabhängigen (und von vielen in Russland nie wirklich als souverän anerkannten) Ukraine mit ihren Chancen und Versäumnissen behandelt werden, die Entwicklung hin zur Bürgerrevolte auf dem Majdan und die Zuspitzung zum akuten Konflikt zwischen der Ukraine und Russland mit militärischer Aktion, Annexion, Wirtschaftsboykott, Sanktionen, Propagandakrieg.

Die Thematik umfasst auch die Ziele russischer Geopolitik, die Herausforderung der europäischen Sicherheitsordnung und ihrer vereinbarten Regeln sowie die Reaktion von EU und NATO. Außerdem will das Seminar einen Beitrag dazu leisten, die Perspektive der Ukrainer auf ihr Land zu erkennen, anstatt dieses nur in russozentrischer Sicht wahrzunehmen.

Der Dozent, Dr. Klaus Wittmann, ist Brigadegeneral a.D., Historiker und Politikwissen-schaftler, sicherheitspolitischer Experte und Senior Fellow des Aspen Institute Deutschland.
Literatur Zur Anschaffung und Vorbereitung wird empfohlen: Andreas Kappeler, Kleine Geschichte der Ukraine, 4., überarbeitete und aktualisierte Auflage. München: Beck 2014 (16.95 €).

Außerdem sind besonders nützlich zur Vorbereitung zwei Ausgaben der Zeitschrift „Osteuropa“: Heft 5-6/2014 („Ukraine: Konflikt, Krise, Krieg“) und Heft 9-10/2014 („Gefährliche Unschärfe: Russland, die Ukraine und der Krieg im Donbass“) sowie spätere Nummern.

Weiterhin:

Katharina Raabe/Manfred Sapper (Hrsg.), Testfall Ukraine. Europa und seine Werte. Berlin 2015.

Andreas Kappeler, Ungleiche Brüder. Russen und Ukrainer vom Mittelalter bis zur Gegenwart. München: C.H. Beck 2017.

Ukraine-Analysen, hrsg. Von der forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, Nr. 1 (2006)ff.: www.ukraine-analysen.de

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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2018/19 , Aktuelles Semester: WiSe 2021/22