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Globalisierung: Chance oder Risiko? - Einzelansicht

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Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 422211
SWS 2 Semester SoSe 2019
Einrichtung Sozialwissenschaften   Sprache deutsch
Belegungsfrist 01.04.2019 - 10.05.2019   
Gruppe 1:
     Zur Zeit keine Belegung möglich
    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Seminar Mi. 12:00 bis 14:00 wöchentlich 10.04.2019 bis 17.07.2019  3.06.S27 Dr. Busch  
Kommentar

Wichtig: Dieser Kurs ist voll! Ich führe noch eine Warteliste für Studierende, die im 4. Semester oder höher sind!

Globalisierung, ihre Auswirkungen und Möglichkeiten zu ihrer Gestaltung sind Phänomene, die in politischen und sozialwissenschaftlichen Debatten höchst umstritten sind. So sind populistische und globalisierungskritische Parteien im Aufwind, die Globalisierung vor allem als Risiko oder gar Bedrohung wahrnehmen. Mit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA und dem Brexit hat dieser Trend einen Höhepunkt erreicht. Globalisierungskritik ist aber kein neues Phänomen und schon gar nicht eines, das nur populistische Parteien für sich beanspruchen könnten. Spätestens seit den 1990er Jahren hat sich zivilgesellschaftliche Kritik an der Globalisierung organisiert, etwa das 1998 gegründete Netzwerk Attac oder das 2001 gegründete Weltsozialforum. Im Widerspruch zu populistischen Positionen fordern diese Bewegungen vor allem eine gerechte, ökologische und verantwortungsvolle Gestaltung von Globalisierung. Sie distanzieren sich bewusst von populistischer Globalisierungskritik, die häufig mit rassistischen, antisemitischen, fremdenfeindlichen, chauvinistischen, protektionistischen oder ähnlichen ideologischen Positionen einhergeht. Andere Akteure weisen Globalisierungskritik zurück und argumentieren hingegen, dass Globalisierung weltweit politische, soziale und wirtschaftliche Verbesserungen für die Menschen mit sich bringt.

Auch in den Sozialwissenschaften werden seit geraumer Zeit Kontroversen über Globalisierung, ihre Auswirkungen und dem Potenzial ihrer Gestaltung geführt. Neben der Kernfrage, ob Globalisierung „gut oder schlecht” ist, geht es dabei unter anderem um folgende Fragen: Sind die momentan zu beobachtenden politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen tatsächlich ein neues und einzigartiges Phänomen in der Geschichte? Wie entwickeln sich Sozial- und Umweltstandards in Zeiten der Globalisierung? Ist eine weltweite Zunahme sozialer Ungleichheit und Ungerechtigkeit zu beobachten? Führt Globalisierung tatsächlich zu einem Verlust nationalstaatlicher Handlungs- und Steuerungsfähigkeit?

In dem Seminar können Studierende diesen und anderen Fragen nachgehen. Zu Beginn werden sich die Studierenden zunächst dem Begriff der Globalisierung und seinen Facetten annähern, indem sie sich damit auseinandersetzen, wie Globalisierung in den Sozialwissenschaften und von ausgewählten gesellschaftlichen Akteuren verstanden und konzeptualisiert wird. Im Anschluss daran sollen sich Studierende kritisch und eigenständig mit den möglichen und beobachtbaren Folgen von Globalisierung in unterschiedlichen, politikwissenschaftlich relevanten Bereichen auseinandersetzen. Grundlegendes Ziel des Seminars ist, Studierende in die Lage zu versetzen, Globalisierung, ihre Auswirkung und Möglichkeiten zu ihrer Gestaltung kritisch zu würdigen.

Das Seminar zeichnet sich dadurch aus, dass Studierende über ein hohes Maß an Autonomie in der Bearbeitung des Themas verfügen. So können sie selber entscheiden, welche politikwissenschaftlich relevanten Fragen, Themen, Akteure, Politikbereiche, Prozesse und Entwicklungen sie im Rahmen des vorgegebenen Themas „Globalisierung: Chance oder Risiko?” näher betrachten möchten. Dazu gehört auch, dass Sie selber Materialien zu den einzelnen Sitzungen recherchieren und auswerten. Als Dozent beschränke ich mich weitestgehend darauf, den Lernprozess zu begleiten und zu moderieren sowie meine fachliche Expertise zu gegebener Zeit einzubringen. Dazu gehört zum Beispiel, dass ich

  • ergänzende Materialien zur Verfügung stelle;
  • geeignete Arbeitsmethoden oder Instrumente zur Umsetzung Ihrer Ideen sowie zur Bewältigung der einzelnen Aufgaben anbiete;
  • Ihre Ideen, Ergebnisse und Ihren Fortschritt konstruktiv kommentiere; und
  • Gelegenheiten zur Reflexion und Evaluation Ihres Lernprozesses schaffe.
Leistungsnachweis

Um erfolgreich an der Lehrveranstaltung teilzunehmen, müssen Sie

  • sich regelmäßig und aktiv in den Sitzungen beteiligen;
  • sich ggf. an den Arbeitsgruppen im Selbststudium aktiv beteiligen;
  • die gestellten Aufgaben zur Vorbereitung der Sitzungen pünktlich, gründlich, sorgfältig und dem Inhalt der Aufgabenstellung entsprechend erledigen (ausführlich zu den Aufgaben weiter unten); und
  • nicht mehr als zwei Mal fehlen bzw. versäumen die Aufgaben wie oben beschrieben zu erledigen (es sei denn es liegen außergewöhnliche Umstände vor)

Die benotete Modulprüfungsleistung besteht für die folgenden Studiengänge aus dem Inputreferat in Form eines Debattenbeitrags und einem Essay (3000 bis 4000 Worte).

  • Politik, Verwaltung und Organisation; Prüfungsversion ab Wintersemester 2012/2013 (Vertiefungsstudium Politik- und Verwaltungswissenschaften, Vertiefungsseminar Internationale Politik)
  • Politik, Verwaltung und Organisation; Prüfungsversion ab Wintersemester 2015/2016 (Vertiefungsstudium Politik- und Verwaltungswissenschaft sowie Methoden der empirischen Sozialforschung, Wahlpflichtmodule, Vertiefungsmodul Internationale Politik)
  • Politik- und Verwaltungswissenschaft, Prüfungsversion ab Wintersemester 2006/2007 (Vertiefungsmodul Internationale Politik)
  • Politik- und Verwaltungswissenschaft, Prüfungsversion ab Wintersemester 2011/2012 (Vertiefungsstudium, Vertiefungsseminar Internationale Politik)
  • Politik- und Verwaltungswissenschaft, Prüfungsversion ab Wintersemester 2015/2016 (Vertiefungsstudium - Wahlpflichtmodule, Vertiefungsmodul Internationale Politik)
  • Politik und Wirtschaft, Prüfungsversion ab Wintersemester 2013/2014 (Politik, Wahlpflichtmodule Politik, Vertiefungsmodul Internationale Politik)
  • Bachelor Geschichte, Politik und Gesellschaft (Wahlpflichtmodule Politik und Gesellschaft, Vertiefungsmodul Internationale Politik)
  • Slavistik (Wahlpflichtmodul Politik und Verwaltung, Bereich IV Internationale Politik)

In den folgenden Studiengängen besteht die Modulprüfung nur aus dem Essay. Das Inputreferat gehört in diesen Studiengängen zu den Studienleistungen, die erbracht werden müssen, um das Seminar zu bestehen, werden aber nicht bewertet.

  • Politische Bildung – Bachelor Lehramt, Prüfungsversion ab Wintersemester 2007/2008 (Politik)
  • Politische Bildung – Bachelor Lehramt, Prüfungsversion ab Wintersemester 2011/2012 (Vertiefungsmodul, Vertiefungsstudium Politik; Grundmodule der Politikwissenschaft International Politik)
  • Politische Bildung – Bachelor Lehramt, Prüfungsversion ab Wintersemester 2013/2014 (Wahlpflichtmodul International Politik)
Lerninhalte

Mit Blick auf Wissen und Inhalte werden die Studierenden in der Lage sein oder ihre Fähigkeit verbessert haben

  • sozialwissenschaftliche Konzeptionen von und Kontroversen zum Thema Globalisierung und Politik zu benennen, zu unterscheiden und kritisch zu bewerten;
  • Einschätzungen zu den Folgen von Globalisierung aus Perspektiven unterschiedlicher Akteure und der Politikwissenschaft zu beschreiben, zu unterscheiden und kritisch zu bewerten;
  • Potenziale und die Grenzen der Globalisierung zu erfassen, zu unterscheiden und kritisch zu bewerten; und
  • Wissen über die Globalisierung, ihre Folgen und ihre Steuerbarkeit zusammenzuführen, zu synthetisieren, zu organisieren, zu kategorisieren und kritisch zu bewerten.

Mit Blick auf Kompetenzen sollten Sie zudem am Ende des Seminars grundsätzlich in der Lage sein oder Ihre Fähigkeit verbessert haben,

  • kooperativ und individuell bestehendes Wissen zu einer spezifischen Fragestellung zu sammeln, verarbeiten, systematisieren und kommunizieren;
  • zur Beantwortung einer spezifischen Frage wichtiges/relevantes Wissen von weniger wichtigen/weniger relevanten Wissen zu unterscheiden;
  • unterschiedliche theoretische, analytische und politische Perspektiven kritisch zu diskutieren und gegeneinander abzuwägen;
  • politikwissenschaftlich zu denken und argumentieren; und
  • ihre eigenen Argumentationen zu verteidigen und andere Argumentationen zu würdigen.

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2019 , Aktuelles Semester: WiSe 2019/20
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Letzte Aktualisierung 23 Sep 2019 / Version 0811b449
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