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Foto: Matthias Friel

Osteuropäische Moderne und Avantgarde ‒ Provokation und Tabubruch - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester SoSe 2020
Einrichtung Institut für Slavistik   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfristen 20.04.2020 - 10.05.2020

Belegung über PULS
20.04.2020 - 10.05.2020

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Vorlesung Di 10:00 bis 12:00 wöchentlich 21.04.2020 bis 21.07.2020  1.09.1.02 Prof. Dr. Wöll  
Kommentar

(Seminar; dienstags 10 bis 12 Uhr, zunächst online via Zoom, potentiell später Raum: 1.09. 1.02)

Melden Sie sich bitte, sobald Sie sich entschieden haben, an diesem Seminar teilzunehmen, per Email bei mir (awoell@uni-potsdam.de), damit ich Ihnen das Zugangskennwort für Moodle mitteilen kann und damit ich Sie mit Ihrer Email online bei Zoom freischalten kann. Sie können sich dann bereits sofort in die digital bereitgelegten Unterlagen bei Moodle einlesen. Im Idealfall sollten Sie sich also bitte so zeitnah wie möglich bereits vor dem 20. April melden, um die Tage davor bereits für erste Lektüren nutzen zu können.

Die Avantgarde speist sich von Schnitt und Montage, also willkürlichen Grenzen, die in ihrer fragmentierenden Funktion positiv gesetzt werden. Ihre Vorgänger findet sie bereits in der Moderne, wo jahrhundertealte Wahrnehmungs- und Denkmuster überwunden werden. Im Zentrum des Seminars stehen zunächst Autor*innen, die sich generell keinen Gruppen und größeren Stilrichtungen zuordnen lassen, wie beispielsweise Michail Kuzmin oder Marina Cvetaeva. In der ukrainischen Literatur bewirken Ol’ha Kobyljans’ka und Lesja Ukrainka eine völlige Umwendung des traditionellen Bildes von Männlichem und Weiblichem. Die späteren ukrainischen Formationen Nova Generacija (1927–1931) und Avanhard (1925–1929) mit Mychajl' Semenko und Valerijan Poliscuk an der Spitze führen diese Tradition fort und interagieren rege mit den Avantgarden in Ost und West. In der belarussischen Literatur gilt Janka Kupala‘s ästhetisch modelliertes Konzept der „Maladaja Belarus’” als modernistisches Konzept und Übergang zur Avantgarde. Dagegen erneuert sich in Russland die Literatur mit Velimir Chlebnikov‘s Zakljatie smechom (Beschwörung durch Lachen) mit Vladimir Majakovskij‘s Oda revolucija (Ode an die Revolution) und mit Nikolaj Zabolockij’s Merknut znaki zodiaka (Die Zeichen des Tierkreises verlöschen) sowie Daniil Charms‘ Golubaja tetrad‘ № 10 (Das blaue Heft Nr. 10), die bis heute zu den Klassikern der Avantgarde zählen.



Literatur

Literatur zur Vorbereitung:

Die gesamte Literatur ist auf Moodle eingestellt.


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2020 , Aktuelles Semester: WiSe 2021/22