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Foto: Matthias Friel

Frei, unbesiegbar, anarchistisch – unbrauchbar? Der Abenteurer zwischen Revolution und sozialistischen Realismus in Literatur und Film - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester SoSe 2020
Einrichtung Institut für Slavistik   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 20.04.2020 - 10.05.2020

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Seminar Mo 12:00 bis 14:00 wöchentlich 20.04.2020 bis 20.07.2020  1.11.2.27 Dr. Obermayr 01.06.2020: Pfingstmontag
Kommentar

Liebe Studierende! Ein wenig erfahren wir gerade alle, was vielleicht Abenteurer (leider sind kaum Frauen darunter) angeblich immer schon erlebt haben. Ungewissheit und Herausforderung.

Die besten Voraussetzung eigentlich für das angebotene Seminar. 

So Sie die Teilnahme an meinem Kurs beabsichtigen, bitte ich Sie, sich unbedingt per Email bei mir zu melden.

obermayr@uni-potsdam.de

Nur so kann ich sicherstellen, dass Sie zur rechten Zeit an alle nötigen Informationen gelangen.

Ich freue mich auf eine erste, sicherlich nur virtuelle, Begegnung,

Ihre

Brigitte Obermayr

 

Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

Diese Veranstaltung wird von Frau Dr. Brigitte Obermayr durchgeführt.

In der frühsowjetischen Literatur (ca. 1922-1930) boomte die Abenteuerliteratur. Heftromane vom Typ „kommunistischer Pinkerton” (Nikolaj Bucharin 1922) sollte die neuen, nachrevolutionären Wirklichkeiten in populären Erzählschemata vermitteln. So wurde auch der prototypische Abenteurer zu einem zentralen Protagonisten dieser Zeit. Dieser ist grundsätzlich männlich, frei von den Gesetzen und Notwendigkeiten der sozialen Wirklichkeit, kann mehr als seine Umwelt und ist anders als sie. Mit einem „fröhlichen Plus in jeder Lage” (Volker Klotz) ist er unbesiegbar, ja, kann „nicht [einmal] ernsthaft sterben” (Michail Bachtin). All diese Eigenschaften, so sollte man denken, machen ihn zum Prototyp des sozialistischen „Neuen Menschen” und zum idealen Helden des sozrealistischen Romans. Dass und warum dem ab ca. 1930 nicht mehr so war, soll im Seminar durch vergleichende Lektüre von Abenteuerromanen der Zeit, frühen Produktionsromanen und Versionen des frühsowjetischen Bildungsromans sowie mit Blick auf entsprechende Filmbeispiele erarbeitet werden.

Literatur

Zur vorbereitenden Lektüre / Sichtung: Marietta Saginjan, Mess Mend ili Janki v Petrograde [1924] / Mess Mend oder die Yankees in Leningrad; Fëdor Gladkov, Cement [1925] / Zement; Venjamin Kaverin, Dva kapitana [1938-1940] / Zwei Kapitäne (erstes Buch); Vladimir Vajnstok: Deti kapitana Granta [1936]

 

Leistungsnachweis Leistungsnachweis (3 LP unbenotet)

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2020 , Aktuelles Semester: WiSe 2020/21