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Foto: Matthias Friel
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Mit dem Ende der Großen Koalition 1930 endete in der Weimar Republik die Phase parlamentarisch getragener Reichsregierungen. Das Kabinett Brüning übernahm in der beginnenden Weltwirtschaftskrise die Regierungsgeschäfte. Dabei war sie als erstes lediglich vom Vertrauen des Reichspräsidenten abhängig. Wenige Monate später rückte der Art. 48 WRV in den Mittelpunkt allen Regierungshandelns. Im Laufe der folgenden zweieinhalb Jahren erodierten sämtliche gesellschaftlichen Systeme.
Begleitet wurde diese Phase vom Aufstieg der NSDAP, der es gelang einen erheblichen Teil der Massen hinter sich zu vereinen. Mit der "Machtergreifung" vom 30.1.1933 fand dieser Prozess in der Bildung des "Kabinetts der nationalen Konzentration" seinen Abschluss. In atemberaubender Schnelle gelang es in der Folge, den Staat von Weimar vollständig auszuhöhlen und in eine totalitäre Diktatur umzuwandeln. Den Schlussstein in dieser Entwicklung bildete dabei die Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und -kanzlers in der Person Hitlers nach dem Tod Hindenburgs im August 1934. Der nationalsozialistische Staat war zu diesem Zeitpunkt aber schon längst Realität.
Hermann Beck/ Larry Eugene Jones (Hg.): From Weimar to Hitler. Studies in the Dissolution of the Weimar Republic and the Establishment of the Third Reich, 1932-1934, New York/ Oxford 2019. - Karl-Dietrich Bracher: Die Auflösung der Weimarer Republik. Eine Studie zum Problem des Machtverfalls in der Demokratie, div. Aufl. - Gerhard Schulz: Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930-1933, Berlin/ New York 1992.
Die Teilnehmerzahl ist aufgrund der Raumgröße auf 19 beschränkt.
regelmäßige Teilnahme, Klausur
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