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Foto: Matthias Friel

Absurde und Sprachspiel (OBERIU und Rozstrilyane vidrodzhennya) - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2020/21
Einrichtung Institut für Slavistik   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfristen 19.10.2020 - 30.11.2020

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19.10.2020 - 30.11.2020

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Seminar Di 10:00 bis 12:00 wöchentlich 03.11.2020 bis 09.02.2021  Online.Veranstaltung Prof. Dr. Wöll 22.12.2020: Akademische Weihnachtsferien
29.12.2020: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

Im Seminar lesen wir Texte der OBERIU, einer Gruppe von Schriftstellern, die 1927 gegründet wurde und bis zu ihrem staatlichen Verbot im Jahr 1930 tätig war. Diese Texte sind von absurde-grotesken Ideen geprägt und bis heute wegen ihres hohen provokativen Potentials im konservativ-frühstalinistischen Umfeld berühmt. Viele Oberiuten waren erheblichen staatlichen Repressalien ausgesetzt und wurden inhaftiert. Unbekannter und weniger erforscht ist die parallele Entwicklung in der Ukraine mit der so bezeichneten Розстріляне відродження (der hingerichteten Wiedergeburt). In den 1930er Jahren wurden ukrainische Schriftsteller, Publizisten und Künstler der ukrainischen kulturellen Renaissance der 1920er Jahre inhaftiert und hingerichtet. Andere kamen in den Gulags um. Mykola Chvyl‘ovyj und seine Mitstreiter unterstützten eine Orientierung an der westeuropäischen Kultur anstatt der russischen und sie lehnten „rote Graphomanie“ ab. Stalin hatte die Hinrichtung von 1111 Künstlern befohlen. Im karelischen Sandarmoch wurden am 3. November 290 Angehörige der ukrainischen Intelligenz erschossen. Vergleichend wollen wir die Texte aus der russischen und ukrainischen Literatur auf ihr gesellschaftliches und politisches Potential hin im Seminar untersuchen.
Literatur Aage A. Hansen-Löve: Paradoxien des Endlichen. Unsinnsfiguren im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden. In: Wiener Slawistischer Almanach, 44 (1999), 125-183.
Lisanne Sauerwald: Mystisch-Hermetische Aspekte im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden (Literatur ‒ Kultur ‒ Theorie). Würzburg: Ergon-Verlag, 1. Auflage 2010.
Aage A. Hansen-Löve: Konzepte des Nichts im Kunstdenken der russischen Dichter des Absurden (OBĖRIU). In: Poetica, Bd. 26, Nr. 3/4 (1994), S. 308-373.
Weertje Willms: Die literarische Absurde. Versuch einer Definition anhand von Analysen und Vergleichen ausgewählter Texte von Christian Morgenstern, Daniil Charms und Samuel Beckett. In: Komparatistik. Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft 2010, S. 35-63.
Leistungsnachweis 4 LP, oder abweichend je nach unterschiedlicher Studienordnung

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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2020/21 , Aktuelles Semester: WiSe 2021/22