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Foto: Matthias Friel

NATO und Bundeswehr in Afghanistan – Vorgeschichte, Anspruch und Erfahrungen - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2021/22
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 01.10.2021 - 10.11.2021

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Seminar Mi 14:00 bis 16:00 wöchentlich 27.10.2021 bis 16.02.2022  1.09.2.13 Dr. Wittmann 22.12.2021: Akademische Weihnachtsferien
29.12.2021: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

Die Operation in Afghanistan ist für die NATO wie für die Bundeswehr die bisher um-fangreichste und forderndste Auslandsmission. Sie findet im Rahmen der weitreichen-den Verantwortung statt, welche die Internationale Gemeinschaft nach dem Sturz des Talibanregimes 2001 für das kriegsgeschundene Land am Hindukusch übernommen hat. Primärer Auftrag der ISAF (International Security Assistance Force) war es, für den Wiederaufbau ein "sicheres Umfeld" zu schaffen, doch überließ die Internationale Gemeinschaft einen zu großen Teil der Aufgaben dem Militär. So ist nicht zuletzt durch das Ausbleiben rascher Verbesserung der Lebensbedingungen und zügigen Aufbaus eigener Sicherheitskräfte die Aufstandsbewegung wiedererstarkt und hat die militäri-sche Logik erneut überhandgenommen. Nicht zuletzt wegen erodierender Unterstüt-zung in den NATO- und Partner-Ländern ist diese Mission 2015 durch die stark redu-zierte Ausbildungs- und Beratungsmission „Resolute Support“ ersetzt worden, deren Ende ebenfalls absehbar ist. Die Aussichten für eine friedliche, stabile Zukunft Afgha-nistans nach dem Abzug der NATO-geführten Truppen erscheinen prekär, der Ausgang der mit den Taliban begonnenen Verhandlungen ungewiss.

Vor diesem Hintergrund befasst sich das Seminar mit der Vorgeschichte, analysiert Anfangsfehler der Internationalen Gemeinschaft, problematisiert zu hochgesteckte Ziele beim "statebuilding", erörtert zu ziehende Lehren, fragt nach der Rolle, die mili-tärische Interventionen im diffusem Sicherheitsumfeld heutzutage überhaupt spielen können, befasst sich mit den Akteuren und deren Interessen und beleuchtet den "comprehensive approach" einer vernetzten Sicherheitspolitik. Auch der Frage, was dieser "kriegsähnliche Einsatz" für die Bundeswehr bedeutet, wird nachgegangen.
Literatur Bohnert, Marcel/Neumann, Andy, German Mechanized Infanty on Combat Operations in Afghanistan. Norderstedt: Miles-Verlag 2017.

EKD, „Selig sind die Friedfertigen“. Der Einsatz in Afghanistan: Aufgaben evangelischer Friedensethik. Eine Stellungnahme der Kammer für Öffentliche Verantwortung der EKJD. Hannover: EKD-Texte 116 (2013)

Justenhoven, Heinz-Gerhard/Afsah, Ebrahim (Hrsg.), Das internationale Engagement in Afghanistan in der Sackgasse? Eine politisch-ethische Auseinandersetzung. Baden-Baden: Nomos 2011.

Krause, Joachim/Mallory, Charles King (Eds.), Afghanistan, Pakistan and Strategic Change. Adjusting Western Regional Policy. London/New York: Routledge 2014.

Naumann, Klaus, Der blinde Spiegel. Deutschland im afghanischen Transformationskrieg. Hamburg: Hamburger Edition 2013.

Ders., Einsatz ohne Ziel? Die Politikbedürftigkeit des Militärischen. Hamburg: Hamburger Editin 2008.

Rashid, Ahmad, Taliban. Afghanistans Gotteskämpfer und der neue Krieg am Hindukush. Bonn: Lizenzausgabe der Bundeszentrale für Politische Bildung 2010.

Ders., Sturz ins Chaos. Afghanistan, Pakistan und die Rückkehr der Taliban. London/Berlin: Weltkiosk 3. Aufl. 2010.

Riecke, Henning/Francke, Kevin, Partners for Stability. Involving Neighbours in Afghanistan’s Reconstruction – Transatlantic Approaches. Baden-Baden: Nomos 2013.

Wittmann, Klaus, Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz. In: Die Bundeswehr Februar 2017, S. 14-16.

Siehe außerdem Dokumente der Bundesregierung, des Deutschen Bundestags, des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums der Verteidigung und der NATO sowie zahlreiche Studien der Stiftung Wissenschaft und Politik und der International Crisis Group.

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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2021/22 , Aktuelles Semester: SoSe 2022