Zur Seitennavigation oder mit Tastenkombination für den accesskey-Taste und Taste 1 
Zum Seiteninhalt oder mit Tastenkombination für den accesskey und Taste 2 

Foto: Matthias Friel

`Machtlose Fürstinnen? Frauen und Monarchie im 18. und 19. Jahrhundert` - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2021/22
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 01.10.2021 - 10.11.2021

Belegung über PULS
Gruppe 1:
     jetzt belegen / abmelden
    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Seminar Di 12:00 bis 14:00 wöchentlich 26.10.2021 bis 15.02.2022  1.19.1.21 Prof. Dr. Wienfort 21.12.2021: Akademische Weihnachtsferien
28.12.2021: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar

Die Geschlechtergeschichte zur Frühen Neuzeit hat sich in besonderer Weise für die in den Quellen gut dokumentierten Fürstinnen interessiert. Dabei stehen einerseits Herrscherinnen wie Maria Theresia oder Katharina von Russland im Mittelpunkt. Ausgehend von
der Beobachtung, dass eine ständische Gesellschaft Adel und Dynastie privilegiert, geht es aber auch um die Frage, welchen Einfluss Frauen hatten, die als Gattinnen, Mütter und Schwestern in der unmittelbaren Nähe des Herrschers lebten. Wie gestaltete sich der Alltag am Hof und welche Rolle spielten Frauen bei Festen? Wie nah oder wie fern lag den Fürstinnen die Politik und welche Funktionen übernahmen sie für die Monarchie, z.B. bei der Pflege verwandtschaftlicher Bindungen, in Wohltätigkeit und Mäzenatentum? Welche Zeugnisse der materiellen Kultur sind in besonderer Weise mit den Fürstinnen verbunden? Wie werden sie auf Gemälden dargestellt oder in der Presse behandelt? Auch für die Frauen an der Spitze der Gesellschaft hatte der Umbau zu einer Klassen- und Funktionsgesellschaft im 19. Jahrhundert Folgen, denn das Geschlecht wurde zu einem zentralen Kriterium für die Zuteilung von politischem und sozialem Einfluss.

Das Masterseminar wird sich zunächst mit Grundlagen der Geschlechtergeschichte und wichtigen Analysen des neuzeitlichen Fürstenhofs beschäftigen. Im Anschluss geht es um Beispiele von dynastischen Frauen in Preußen, im Alten Reich und Großbritannien. Dabei werden vor allem die Handlungsspielräume und das Selbstverständnis von Frauen am Hof betrachtet.      

 

Literatur: Bettina Braun,u.a. Hg., Nur die Frau des Kaisers? Kaiserinnen in der Frühen Neuzeit, Köln/Weimar/Wien 2016; Clarissa Campbell-Orr Hg., Queenship in Europe 1660-1815, Cambridge 2004; Truc Vu Minh, Jürgen Luh Hg. Die Welt verbessern: Augusta von Preußen und Fürst von Pückler-Muskau, 2018, in: https://perspectivia.net/receive/pnet_mods_00000879; Hannah Pakula, An Uncommon Woman. The Empress Frederick, London 1996; Regina Schulte Hg., Der Körper der Königin. Geschlecht und Herrschaft in der höfischen Welt seit 1500, Frankfurt/M. 2002, Barbara Stollberg-Rilinger, Maria Theresia, Die Kaiserin in ihrer Zeit, München 2017; Karina Urbach, Queen Victoria. Die unbeugsame Königin, München 2018; Wilhelmine von Bayreuth, Memoiren einer preußischen
Königstochter. Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, übers. u. bearb. von Günther Berger, Bayreuth 2007.

 

Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, Präsentation im Seminar und Hausarbeit

 


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2021/22 , Aktuelles Semester: SoSe 2022