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Foto: Matthias Friel

Einführung in die slav. Literatur- und Kulturwissenschaft 1 - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2021/22
Einrichtung Institut für Slavistik   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 01.10.2021 - 10.11.2021

Belegung über PULS
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Seminar Mi 10:00 bis 12:00 wöchentlich 27.10.2021 bis 16.02.2022  1.11.0.09 Prof. Dr. Wöll 22.12.2021: Akademische Weihnachtsferien
29.12.2021: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar

Für weitere Informationen zum Kommentar, zur Literatur und zum Leistungsnachweis klicken Sie bitte oben auf den Link "Kommentar".

 

Mit der zweisemestrigen „Einführung in die Literatur- und Kulturwissenschaft“ für die Bachelorstudiengänge Russistik, Russisch Lehramt und Interdisziplinäre Russlandstudien beginnt das Studium der ostslavischen Kulturräume am Institut für Slavistik. Dieser erste Kurs der Einführung (im Wintersemester) ist dem wichtigsten Medium der Kulturgeschichte gewidmet: der Literatur und ihrer wissenschaftlichen Erforschung in der Literaturwissenschaft. Das Seminar beginnt mit der Verständigung über den Gegenstand, indem folgende Fragen diskutiert werden: Was ist Literatur? Was ist ein Text? Wozu studiert man Literaturwissenschaft? Was studiert man genau, wenn man Literatur studiert?
Das Hauptziel des Seminars ist es, in die theoretischen Grundlagen der Literaturwissenschaft sowie die Methoden der Textanalyse einzuführen (angefangen mit der formalen Schule und dem Strukturalismus über Semiotik hin zu poststrukturalistischen Ansätzen wie Intertextualität bzw. Diskursanalyse). Gegenstand der Literaturwissenschaft ist die Bedeutung literarischer Texte (synchrone Dimension) und die Evolution literarischer Systeme (diachrone Dimension). Nach einer generellen Unterscheidung von Epik, Dramatik und Lyrik werden in der Prosaforschung die Erzählstrategien, die Figuren-, Raum- und Zeitkonzeptionen und der Einsatz von rhetorischen Stilmittel erklärt. Danach werden die poetischen Versstrukturen sowie dramatische Symbolik und Metaphorik erläutert. Insgesamt sollen Strukturen, formale, motivische oder thematische Kategorien erfasst werden und mit Methoden und Ergebnissen der Poetik, Stilistik, Literaturtypologie und Literaturphilosophie zu verbunden werden. Ziel der Veranstaltung ist ein Wissenserwerb, nach welchen Kriterien Gedichte, Erzählungen, Romane und Dramen analysiert werden können, welche bibliographischen Hilfsmittel der Literaturwissenschaftler mit einbeziehen muss und gemäß welcher Terminologie sowie Argumentationsweise Thesen aufzustellen und zu beweisen sind.

Literatur

Christa Ebert: Literatur in Osteuropa. Russland und Polen. Berlin: Akademie Verlag, 2010.
Matthias Freise: Slawistische Literaturwissenschaft. Eine Einführung. Tübingen: Narr Verlag 2012.
Otto Keller und Heinz Hafner: Arbeitsbuch zur Textanalyse. Semiotische Strukturen, Modelle, Interpretationen. München 1990, 2. verb. Aufl. (UTB 1407)
Gerhard Lauer: Lexikon Literaturwissenschaft. Hundert Grundbegriffe. Stuttgart: Reclam 2011.
Ansgar Nünning (Hg.): Grundbegriffe der Literaturtheorie. Stuttgart, Weimar: Metzler, 2004.
Galin Tihanov: The birth and death of literary theory. Regimes of relevance in Russia and beyond. Stanford, California: Stanford University Press 2019.
David E. Wellbery (Hg.): Positionen der Literaturwissenschaft. Acht Modellanalysen am Beispiel von Kleists "Das Erdbeben in Chili". München: Beck 2008, 5. Aufl.


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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2021/22 , Aktuelles Semester: WiSe 2022/23