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Foto: Matthias Friel

Schön Sterben: Opferrituale in Literatur, Kunst und Kultur - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2021/22
Einrichtung Institut für Romanistik   Sprache deutsch
Weitere Links Kommentar
Belegungsfrist 01.10.2021 - 10.11.2021

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Seminar Mo 16:00 bis 18:00 wöchentlich 25.10.2021 bis 14.02.2022  1.09.1.12 Dr. phil. Gwozdz 20.12.2021: Akademische Weihnachtsferien
27.12.2021: Akademische Weihnachtsferien
Kommentar

Sterben ist nicht schön! Menschen und auch Tieren beim Sterben zuzusehen, ist ein schmerzvolles Ereignis – körperlich und seelisch. Leid und Mitleid, Wut und Angst, Trauer und Ohnmacht begleiten den Prozess des Abschiednehmens, des Rückzugs, des Innehaltens, des Loslassens oder der standhaften Revolution gegen Unterdrückung. Ob durch äußere Gewalt, innere Motivation oder politische Aktion, wenn man vom Opfer spricht befindet sich man bereits im engeren Kreis politischen Handelns, der private und öffentliche Räume miteinander verbindet. Vom religiösen zum politischen Märtyrer, von der Frau zum Mann, vom Kind zum Tier – sich selbst zu opfern oder andere Szenarien des Sterbens zu einem Opferritus für die Gesellschaft emporzustilisieren sind kulturell-diverse Praktiken, die unterschiedliche Formen annehmen können und in den Künsten und Literatur unterschiedlich reflektiert und thematisiert werden.

 

Das Seminar möchte daher die soziokulturellen Zusammenhänge zwischen Opfer/Ritualen interdisziplinär in einem großen Maßstab erforschen und dabei auch versuchen, die eurozentrische Weltsicht zu überschreiten. Dabei sollen sich die diskutierten literarischen, künstlerischen und kulturellen Phänomene des „schönen“ Sterbens – die vom Selbstmord bis zur aktiven Sterbehilfe reichen – nicht nur auf die Sicht des Abendlandes beschränken, es sollen vielmehr auch Forschungsräume der frankophonen und hispanophonen Literaturen der Wellt eröffnet werden, die andere Perspektiven auf ein komplexes Phänomen ermöglichen und durch ethnographische Studien erweitert werden.

 

Neben traditionellen Kunstformen (Literatur, Film, Malerei) sollen jedoch auch mediale zeitgenössischen Inszenierungen in und mit den Sozialen Medien erforscht und diskutiert werden, um gesellschaftsrelevante Themen unserer heutigen Zeit zu berücksichtigen (z.B. #metoo und #blacklivesmatter).

 

Anforderungen zur Leistungserfassung werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben und erläutert. Bei Moodle werden die Seminarmaterialien zur Verfügung gestellt. 

 

Sprechstunde immer montags von 12-13 Uhr am Palais oder per Zoom!

Nähere Informationen zu mir und meiner Forschung findet Ihr hier

Leistungsnachweis

Leistungserfassung (2 LP) durch entweder:

  1. Pitch (max. 15 Minuten, max. 2 Personen) oder
  2. Talkshow Runde (max. 30 Minuten, max. 3-4 Personen) oder
  3. Podcast (max. 30 Minuten, max. 3 Personen

Wer 3 LP benötigt, sollte zusätzlich noch eine schriftliche, kritische Reflexion über ein Thema aus dem Seminar anfertigen (max. 5 Seiten). Für 6 LP muss darüber hinaus eine Hausarbeit (13 Seiten) abgegeben werden.


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2021/22 , Aktuelles Semester: SoSe 2022