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Foto: Matthias Friel

Römische spectacula: Von Gladiatorenkämpfen, Wagenrennen, Tierhetzen und Schauspielen - Einzelansicht

Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester SoSe 2022
Einrichtung Historisches Institut   Sprache deutsch
Belegungsfristen 01.04.2022 - 10.05.2022

Belegung über PULS
01.04.2022 - 10.05.2022

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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Hauptseminar Mo 14:00 bis 18:00 14-täglich 02.05.2022 bis 25.07.2022  1.09.1.14 Dr. Grosser  
Kommentar

In heutiger Zeit wird die römische Gesellschaft der Kaiserzeit unter dem Schlagwort panem et circenses häufig als süchtig nach den spectacula, also Wagenrennen, Gladiatorenkämpfe, Tierhetzen sowie Theateraufführungen, charakterisiert. Tatsächlich lässt sich die Begeisterung für die spectacula einer Vielzahl von Zeugnissen entnehmen: Bauwerke wie das Kolosseum in Rom, Berichte antiker Autoren wie Martial oder Tertullian und die reichhaltig überlieferten Bildwerke aus der Kaiserzeit sprechen eine deutliche Sprache.

Jedoch unterscheidet sich die Aussage bisweilen deutlich: So wird mit Szenen von Wagenrennen auf einem Mosaik in einem Haus eine gänzlich andere Aussage getätigt, als mit einem vergleichbaren Bildentwurf auf einem Sarkophag. Auch unterscheidet sich Martials positive Sicht auf spectacula und Akteure sehr deutlich von der anderer kaiserzeitlicher Autoren und ist die frühchristliche Polemik Tertullians kritisch zu bewerten.

Das Hauptseminar nimmt unter Berücksichtigung der literarischen und archäologischen Zeugnisse die vier großen römischen Schauspiele in den Blick: Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen, Wagenrennen und Theateraufführungen. Hierbei werden grundlegende Kenntnisse zu den spectacula und ihren praktischen Abläufen vermittelt, aber auch die Form der antiken Rezeption intensiv beleuchtet und so die große Relevanz dieser Formen der Unterhaltung für die kaiserzeitliche Gesellschaft des römischen Reichs unter die Lupe genommen. Hierbei stehen auch kontextbasierte Unterschiede archäologischer Denkmäler im Mittelpunkt. Das ungebrochene Interesse an den römischen Spielen bis in heutige Zeit, z. B. im bisweilen völlig ahistorischen Aufgreifen in Antikenverfilmungen, zeugt von der Faszination dieses Themas und lädt sodann zu epochenübergreifenden Vergleichen ein: Wo und wie lassen sich bis heute Ähnlichkeiten ausmachen, was sind die größten und offensichtlichsten Unterschiede?

 

Leistungsnachweis

aktives Engagement im Kurs, Studienleistung Referat und/oder schriftliche Ausarbeitung, Modulprüfung schriftliche Hausarbeit von 20–25 Seiten


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2022 , Aktuelles Semester: WiSe 2022/23