Als Quellen für bildungshistorische Fragestellungen werden Fotografien seit einigen Jahren verstärkt genutzt. Solche visuellen Überlieferungen ermöglichen uns Blicke auf historische Erziehungsverhältnisse, die schriftliche Quellen nicht unbedingt eröffnen. In Fotos können sich zum Beispiel der Wandel von Lehrer-Schüler- oder Familienbeziehungen oder auch das Kinderbild in unterschiedlichen Gesellschaften mit völlig anderen pädagogischen Dimensionen präsentieren als in schriftlichen Quellen. Jugendliche Selbstdarstellung lässt sich mit Fotografien ebenso untersuchen wie etwa die materiale Ausstattung von Schulunterricht. Für die wissenschaftliche Analyse und Interpretation von Fotografien wurden inzwischen einschlägige Methoden entwickelt. Im Seminar erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit, Methoden der Fotoanalyse kennen zu lernen und einzuüben. Thematischer Schwerpunkt des Seminars ist die Geschichte von Kindheit und Jugend in der DDR, so dass auch Fotorecherchen im regionalen oder persönlichen Umfeld möglich sein werden. Historische Bild- bzw. Fotodatenbanken werden ebenfalls Gegenstand des Seminars sein.
Wird in der ersten Sitzung mitgeteilt.
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